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Bürger stimmen für die Erhaltung des Au-Brunnens

Die Tübinger haben sich bei einer repräsentativen Bürgerbefragung mehrheitlich für die Erhaltung des Wasserschutzgebiets Au ausgesprochen. 54 % der abgegebenen gültigen Stimmen entfielen dabei auf Variante 2. Diese sieht den Erhalt des Wasserschutzgebiets in seiner jetzigen Form vor und spricht sich für die Ausweisung von Gewerbeflächen im Bereich Schelmen/Kiesäcker und in den Traufwiesen aus. Von den 5000 ausgewählten Tübingern, die an der Befragung teilnehmen durften, hatten 2035 ihre Stimme abgegeben. Das entspricht einer Beteiligung von 40,7 %.

Oberbürgermeister Boris Palmer freut sich laut einer Pressemitteilung der Stadt über die gute Beteiligung an der Befragung und bedankt sich bei allen, die daran teilgenommen haben. „Das Ergebnis dieser Befragung ist ein wichtiger Baustein bei der anstehenden Entscheidung über die Gewerbeflächenentwicklung in Tübingen. Ich sehe ein zwar knappes, aber doch klares Votum für die Beibehaltung des Wasserschutzgebietes Au und folglich für die Darstellung von Flächen für Gewerbe in den Gebieten Schelmen, Kiesäcker oder Traufwiesen“ sagt er.

Gegen die Umwandlung des Wasserschutzgebiets in eine Gewerbefläche hatte sich Widerstand in der Bevölkerung gebildet. Eine Bürgerinitiative hatte gegen die Pläne der Stadtverwaltung protestiert und in der Stadt für die Variante 2 plakatiert.

Bereits vor der Bürgerbefragung hatte sich eine Mehrheit gegen die Bebauung des Au-Brunnens im Gemeinderat abgezeichnet, während die Stadtverwaltung unter Boris Palmer weiter dieses Gebiet als Gewerbefläche bevorzugt hatte. Die Bürgerbefragung war am Ende ein Kompromiss.

Die Verwaltung wird für den Planungsausschuss am Donnerstag, 14. Dezember, einen Beschlussantrag für die Ausweisung von zehn Hektar für Gewerbe entsprechend der Variante 2 der Bürgerbefragung vorbereiten und die Vor- und Nachteile der drei Flächen gegeneinander abwägen. Die Vorberatung ist öffentlich.

Die endgültige Entscheidung, welches Gebiet für die Gewerbeflächenentwicklung in Tübingen in den neuen Flächennutzungsplan aufgenommen werden soll, trifft der Gemeinderat voraussichtlich in seiner Sitzung am Montag, 18. Dezember 2017.

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