Home > Das geht ab! > Kommentar: Luma Bier Tag ist ein organisatorisches Desaster

Kommentar: Luma Bier Tag ist ein organisatorisches Desaster

Heute hätte eigentlich der Luma Bier Tag stattfinden sollen. Aber wahrscheinlich ist es besser, dass die Veranstaltung kurzfristig abgesagt wurde. Denn so wie die erste genehmigte LumaBier-Aktion organisiert war, hätte das leicht für die Organisatoren im Ruin enden können.

Ein Kommentar von Constantin Pläcking

Das war wohl nichts: Heute hätte eigentlich der I. offiziell offizielle Luma Tag Tübingen stattfinden sollen. Diesmal mit Genehmigung, nachdem es vor einem Jahr noch als Flashmob-Aktion unangemeldet stattgefunden hatte. Dann am Donnerstag kam allerdings die Absage. Das Tagblatt hatte darüber zuerst berichtet, hatte auch die Bestätigung der Stadt eingeholt. Das hat mich erst gewundert, denn die Veranstaltung war auf Facebook nicht abgesagt, die offizielle FB-Seite schwieg dazu.

Absage des Luma Bier Tags 2017 – Screenshot: Facebook

Der einzige Anhaltspunkt findet sich in der Diskussion der Veranstaltung. Ein privater Account, Maxi Gerbig, schreibt dort: “Liebe Lumajünger, schweren Herzens und mit Tränen in den Augen müssen wir euch mitteilen, dass der diesjährige! LumaTag angesichts der schlechten Wettervorhersage abgesagt ist.” Als Begründung für den Privataccount wurde angegeben, dass der offizielle Account gesperrt wurde.

Weil die Gruppe auch schon über den offiziellen Account vor ein paar Wochen eine Nachricht an Neckarstudent geschrieben hatte, weiß ich: Sie hat mit “Luftmatr König” einen falschen Account erstellt, sozusagen als Funktionsadresse. Seit einiger Zeit geht Facebook allerdings gegen Fake-Accounts vor, das Orga-Team ist dem wohl zum Opfer gefallen. Zumindest ist dieser Account wirklich nicht mehr verfügbar. Dass es keine weiteren Admins oder Redakteure der FB-Seite als diesen Fake-Account gibt, war dann am Ende wahrscheinlich das Problem. Und es ist schon fast sinnbildlich für die Organisation der Veranstaltung.

So grenzt es schon fast an ein Wunder, dass heute um 13 Uhr niemand mit Luftmatratze an der Neckarbrücke stand. Das ist wohl zum Teil dem Wetter, aber auch der Presse, vornehmlich dem Tagblatt, zu verdanken, dessen Autorin Kathrin Kammerer die kleine private Aussage gesehen hat und verifizieren konnte. Schließlich hätte die Aussage des privaten Accounts auch ein Scherz sein können.

Allein wie die Absage kommuniziert wurde, zeigt, wie dilettantisch die Organisation abgelaufen ist. Eigentlich kann man froh sein, dass es nicht doch durchgezogen wurde. Der Veranstaltung fehlt alles, was man bei einer echten genehmigten Großveranstaltung erwartet: Die offizielle Facebook-Seite hat kein Impressum, das heißt keine/n Verantwortliche/n und keine Kontaktmöglichkeit, weder für Teilnehmer noch für andere Interessierte. Und das, obwohl das Pflicht ist. Es gibt keine Webseite, die über den Tag informiert, wie Zeitplan oder Konzept. Außer dem Beginn der Veranstaltung finden potentielle Teilnehmer keine brauchbaren Informationen zur Veranstaltung. Was wird geboten? Gibt es Bier vor Ort (ist ja schließlich Sonntag)? Wie läuft die Organisation vor Ort ab? Wie wird für die Sicherheit gesorgt? Alles Fehlanzeige.

Luma Bier Tag 2016 – Foto: Constantin Pläcking

Im Tagblatt reden die Veranstalter von 2000 bis 3000 Personen, die kommen müssen, damit sich die Veranstaltung finanziell lohnt. Allein hier zeigt sich, dass die Organisatoren sich massiv ver- und überschätzt haben. 3000 Menschen, das ist zwar deutlich weniger als beim Stocherkahnrennen, etwa ein fünftel davon, aber es würde sich alles vorne an der Neckarinsel konzentrieren. Man kann also von einem Gedränge wie beim Rennen ausgehen, nur damit es sich finanziell lohnt. Eine utopische Zahl, von der die Organisatoren da ausgehen. Auf Facebook zugesagt hatten 260 Menschen, was bedeutet, dass man mit etwa 150 Leuten rechnen kann. Realistisch gesehen also so viele wie im vergangenen Jahr, wenn man sich die Bilder anschaut. Da würde ich auch Muffensausen bekommen, auf den Kosten sitzen zu bleiben. Man kann also davon ausgehen, dass das Finanzielle auch ein Grund für die Absage gewesen ist.

Ob es so eine Veranstaltung in Tübingen überhaupt braucht, soll hier nicht das Thema sein. Einmal im Jahr kann gerne auch so etwas stattfinden. Nicht alles muss immer kulturell hochwertig sein, manchmal ist es auch einfach in Ordnung eine primitive Veranstaltung ohne Tiefgang zu haben.

Es ist allerdings wichtig, dass es sicher abläuft und gut organisiert ist, damit es nicht im Desaster endet. Aber diese Organisatoren (wer sie wirklich sind, ist weiter nicht öffentlich) haben nicht gezeigt, dass sie dazu in der Lage sind. Für die Absage sind nicht, wie suggeriert wird, die Auflagen der Stadt Schuld, sondern dass es kein Konzept gibt. Dabei hätte es viele Möglichkeiten der Finanzierung gegeben. Sponsoring ist eine und mit Intersport gab es offensichtlich auch einen Geldgeber. Eine andere ist Eintritt, freiwillige Spenden oder ein VIP Package, bei dem man direkt an der Musik sein darf. Oder Getränke- und Essensverkauf, vieleicht sogar von einem Stocherkahn aus direkt kalt an die Teilnehmer, mit wasserdichten Getränkekarten. Oder ganz einfach im Vorfeld: Crowdfunding. Ob irgendetwas davon geplant war, kann man nicht herausfinden.

Für Veranstalter, die eine solche Aktion (wie 2016) zur Not auch illegal durchziehen, ist die kleinteilige, langweilige, papierlastige legale Organisation aber wahrscheinlich doch irgendwie zu spießig gewesen. Security, DLRG, Müllentsorgung, GEMA, Ordner, Versicherung, Information, Verantwortung klingt halt nicht geil, gehört aber zwingend dazu. Im vergangenen Jahr hat die Crew den Aufruf als altruistischen Dienst am Volk gesehen und jede Verantwortung von sich gewiesen. Leider gehen Spaß, Sicherheit und Legalität nur dann zusammen, wenn im Hintergrund die spießigen Dinge auch gemacht werden. Wie bei jeder anderen Organisation. Zumindest das wird die Gruppe wahrscheinlich jetzt gelernt haben und es im nächsten Jahr vielleicht besser machen.

Dieser Artikel ist ein Kommentar. Das ist eine journalistische Darstellungsform, die eine Meinungsäußerung darstellt. Das heißt der Autor schildert subjektiv seine Erfahrungen und präsentiert seine persönlichen Ansichten zum Thema.

 

15 Responses

  1. Marie Meier

    Herr Pläcking, mir war fast schon klar so etwas von Ihnen zu lesen nach unserem Gespräch gestern in der Allee. Wie wir gestern bereits festgestellt hatten, wurde seitens der Veranstalter über Facebook mit Ihnen Kontakt aufgenommen und Sie mussten zugeben, dass Sie auf diese Nachricht nicht reagiert hatten. Ich gehe davon aus Sie wären um einiges besser informiert gewesen, hätten Sie dies nicht versäumt. Dann wüssten Sie auch, dass alles da gewesen wäre was Sie erwähnen. Sämtliche Sicherheitsvorkehrungen, Müllentsorgungspläne usw. wären vorhanden gewesen. Darüber hinaus war der Verkauf von Würstchen, sowie Bier geplant. Ich gehe davon aus Ihnen ist darüber hinaus nicht bekannt was unternommen wurde bezüglich Sponsoring oder Werbung für den Luma Bier Tag. Ich fürchte Sie können derartige Artikel nicht verfassen, wenn Ihnen der Großteil der Informationen fehlt. Stattdessen kritisieren Sie aufgrund von Unwissenheit. Wären Sie außerdem gestern vor Ort gewesen, hätten Sie gesehen, dass sich doch die ein oder andere Luma auf dem Neckar eingefunden hatte.
    Nächstes Mal bitte eine bessere Recherche oder von vorneherein auf einen Artikel verzichten

    1. cplaecking

      Hallo Frau Meier,

      es stimmt, ich wurde angeschrieben vor etwa einem Monat. Da war das Thema aber nicht aktuell genug um mich direkt darum zu kümmern. Als ich in der vergangenen Woche allerdings genau das machen wollte, war es aber unmöglich irgendwen zu erreichen. Alle Versuche liefen ins Leere. Die einzigen Informationen waren die aus dem Schwäbischen Tagblatt. Nichts, aber auch gar nichts hat auf eine gelungene Organisation hingewiesen. Ich mach den Job jetzt schon ein wenig, aber so eine schlechte PR habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Und ich weiß was dahinter steckt. Ich habe selbst Veranstaltungen in ähnlicher Größe mitorganisiert. Und ich weiß, dass es deutlich besser geht. Sie schreiben schlechte Recherche und ja, die Informationen waren waren nicht viele, die ich hatte. Fast alle auch aus dem Tagblatt, die hier einen guten Job gemacht haben. Aber genau das kritisiere ich, dass ich trotz Versuchen keine Infos kommen konnte. Und da geht es nicht nur um mich. Da geht es auch um alle Menschen, die da vielleicht kommen wollen. Die wussten ja auch nichts. Dass das Zwei Euro gekostet hätte habe ich heute im Tagblatt gelesen. Nirgendwo sonst stand das. Die Leute hätten sich vor Ort zu Recht verarscht gefühlt. Und angesichts dieser Informationspolitik, kann ich nicht recht glauben, dass alles sonst total super gelaufen wären. Beim besten Willen nicht.

      Grüße
      Constantin Pläcking

      1. Marie Meier

        Hallo Herr Pläcking,

        mir erschließt sich nicht wie man dann UNBEDINGT, auch mit keinerlei Informationen, einen Artikel schreiben muss. Sie agieren fast schon fanatisch aggressiv in Ihrer Recherche, um mit allen Mitteln an Informationen zu gelangen. Es wäre sinnvoll das Thema nun ruhen zu lassen, denn offensichtlich wollen die Veranstalter für die Presse nicht derart greifbar sein wie Sie es gerne hätten. Die Veranstaltung wurde abgesagt, der Termin ist vorüber. Somit ist es garnicht notwendig weitere Artikel zu veröffentlichen. Mir scheint im Moment, dass Sie der Einzige sind, der sich noch derart verkrampft daran festbeißt. Sollte die Veranstaltung nächstes Jahr stattfinden können Sie erneut recherchieren und die Veranstalter werden vielleicht greifbarer sein als in diesem Jahr.

        1. cplaecking

          Es sind bis jetzt keine weiteren Artikel geplant. Allerdings ist es nötig über eine solche Veranstaltung zu reden, schließlich planen die Veranstalter ja mit 2000 – 3000 Menschen (laut Tagblatt). Eine Veranstaltung dieser Größe ist relevant und zieht auch eine Berichterstattung in der Lokalpresse mit sich. Wie gesagt, die vordere Neckarinsel hätte voll mit Menschen sein müssen, bei dieser Größe. Jetzt hat man als Veranstalter zwei Möglichkeiten: Offen zu kommunizieren und der Öffentlichkeit d.h. auch die Besucher eigenständig mit Informationen zu versorgen, die Organisation zu erklären. Oder man macht es wie die Organisation hier: Sagt nichts öffentlich, redet höchstens auf Anfrage mit wenigen Medien, versteckt sich hinter Pseudonymen.

          1. Marie Meier

            Wie Sie nun bereits wissen, hat Facebook die Seite anscheinend gesperrt. Eine offizielle Absage war daher wohl nicht mehr möglich. Nun wissen auch Sie, dass es auch einen Monat vorher sinnvoll ist die Leute ernst zu nehmen, welche versuchen Sie zu kontaktieren. Was ich überhaupt nicht ausstehen kann ist Kritik durch die Presse (und damit meine ich ebenfalls Frau Kammerer, deren Artikel vor Spießigkeit nur so strotzt und das als “Zugezogene”), welche nicht ansatzweise auf greifbaren Informationen basiert. Veranstaltungen wie den Luma Bier Tag brauchen wir in Tübingen ganz dringend, da frischer Wind dieser Kleinstadt gut tun würde. Kritik wie Ihre oder eine verstaubte Haltung, wie Frau Kammerer sie an den Tag legt, bremst nur aus! Eventuell können Sie, sollte der Luma Bier Tag noch einmal stattfinden, mit den Veranstaltern zusammenarbeiten, um allen Beteiligten einen unvergesslichen Tag zu ermöglichen. Denn das ist, was wirklich zählt!

          2. cplaecking

            Ihnen ist schon klar, dass ihr eine öffentliche Veranstaltung plant, oder? Die Kritik baut übrigens darauf, dass die Informationen eben nicht “greifbar” waren. Man könnte auch sehen, dass zwei Journalisten unabhängig voneinander kritische Kommentare schreiben. Das könnte man auch als Ansatz zur Selbstkritik nehmen, anstatt hier Presseschelte zu betreiben. Aber anstatt denjenigen anzugreifen, der die Botschaft überbringt, könnte man auch einfach sehen woher das kommt. Und zwar von eurer Seite. Man muss wissen, dass die gesamte Absage der Veranstaltung ohne die Presse überhaupt nicht angekommen wäre. Und dass FB euch gesperrt hat, liegt an euch. Ihr habt euch halt nicht an deren Regeln gehalten, die die halt machen auf deren Plattform. Man hätte um das zu verhindern auch mehrere Admins für die Seite eintragen können, das wurde auch versäumt.

            Sie sagen unsere Berichterstattung sei kontraproduktiv gegenüber ihrer Veranstaltung. Das kann sein. Weder das Tagblatt noch Neckarstudent sind aber Ihre PR-Abteilung. Wir schauen unabhängig von außen auf die Dinge. Was sie sich wünschen ist Werbung. Dafür stehe ich aber nicht zur Verfügung. Und von außen sieht die Organisation der Veranstaltung echt nicht gut aus.

            Aber egal. Ich hab dazu alles gesagt. Ist ja auch öffentlich, im Gegensatz zu ihren Verantwortlichen und Ansprechpartnern.

  2. Lui

    Ich widerspreche der Aussage es sei angeblich ein “organisatorisches Desaster” gewesen. Im Gegenteil, bis auf das Wetter lief alles ordnungsgemäß nach Plan, alle rechtlichen Rahmenbedingen wurden eingehalten, die Absage fand frühzeitig statt und war völlig hinreichend.

    Die Rhethorik, die hier an den Tag gelegt wird, ist vielmehr der Versuch – alles was sich jenseits der Vorherrschaft alteingesessener Vetternwirtschaft abspielt – im Keim zu ersticken.

    Wenn Tübingen so liberal und offen wäre, dann würde man neue Ideen, die die Stadt lebendiger machen, unterstützen. Es ist schade, dass junge Menschen kaum noch eine Chance haben am Stadtgeschehen mitzuwirken.

    Man hätte ganz neutral über eine kleine Veranstaltung, bei der zu Musik gebadet und gegrillt wird, berichterstatten können. Stattdessen wird sehr reißerisch, mit maßlosen Übertreibungen und Behauptung falscher Tatsachen „Clickbaiting“ betrieben. Vorurteilsbehaftet werden alle Teilnehmer mit sog. “Ballermanntouristen” gleichgestellt, damit das Spießbürgertum etwas zu schimpfen hat, was gegenüber den unbescholtenen Teilnehmnern unfair ist.

    Wehement versucht man etwas „Planschen im Wasser mit Luftmatrazen“ als verpönt darzustellen und betreibt hanebüchenen Aufwand, um die Vergehen bürkokratischer Auflagen des Flashmobs vom Vorjahr zu kriminalisieren. Zudem es doch positiv zu bewerten ist, dass dieses Jahr die Organisation in Absprache mit der Stadtverwaltung stattfand.

    Das Wetter war am vergangenen Sonntag durchaus sehr wechselhaft gewesen. Es war größtenteils bewölkt und teils windig, Gelegentlich erstrahlte die Sonne durch die dicke Wolkendecke, aber das hielt nicht lange an. Die meisten Tübinger Passanten, die man die Allee entlang spazieren sah, waren in Pullovern und Jacken eingehüllt. Von Badewetter kann hier also nicht die Rede gewesen sein.

    1. cplaecking

      Sie sagen: “Die Rhethorik, die hier an den Tag gelegt wird, ist vielmehr der Versuch – alles was sich jenseits der Vorherrschaft alteingesessener Vetternwirtschaft abspielt – im Keim zu ersticken.”

      Das ist eine Unterstellung, die nicht stimmt. Im Gegenteil, neue Akteure sind wichtig und richtig, wenn sie seriös handeln. Ich bleibe dabei: Von Außen sah da wenig seriös aus.

      “Wenn Tübingen so liberal und offen wäre, dann würde man neue Ideen, die die Stadt lebendiger machen, unterstützen. Es ist schade, dass junge Menschen kaum noch eine Chance haben am Stadtgeschehen mitzuwirken.”

      Das stimmt nicht: Junge Menschen haben die Chance mitzuwirken und neue Ideen sind zu unterstützen. Der Hauptkritikpunkt ist hier ja nicht die Idee, sondern die Umsetzung.

      “Man hätte ganz neutral über eine kleine Veranstaltung, bei der zu Musik gebadet und gegrillt wird, berichterstatten können.”

      Das war der Wunsch. Es hat erstens nicht stattgefunden und zweitens waren keine Informationen dazu zu bekommen, da die Veranstalter nicht öffentlich agieren.

      “Behauptung falscher Tatsachen”

      Das weise ich zurück. Annahmen sind als solche klar erkenntlich. Alle Tatsachenbehauptungen sind auch wahr.

      “Vorurteilsbehaftet werden alle Teilnehmer mit sog. “Ballermanntouristen” gleichgestellt, damit das Spießbürgertum etwas zu schimpfen hat, was gegenüber den unbescholtenen Teilnehmnern unfair ist.”

      In diesem Text ist nicht ein einziges Mal von “Ballermanntouristen” die Rede. Ich nehme an, Sie meinen hier das Tagblatt.

      “Wehement versucht man etwas „Planschen im Wasser mit Luftmatrazen“ als verpönt darzustellen und betreibt hanebüchenen Aufwand, um die Vergehen bürkokratischer Auflagen des Flashmobs vom Vorjahr zu kriminalisieren.”

      Nein, die Aktion selbst ist eine Idee, die auf Zuspruch trifft und sollte deswegen auch gemacht werden dürfen. Allerdings eben auf legalem sicherem Wege, was dieses Jahr vielleicht so geplant war, aber sicher nicht im vergangenen Jahr.

      “Von Badewetter kann hier also nicht die Rede gewesen sein.”

      Ja, das Gegenteil habe ich auch nicht behauptet. Die Absage nur auf das Wetter zu schieben halte ich aber weiter für Augenwischerei.

      1. Lui

        Dafür, dass junge Menschen es anscheinend so leicht hätten, werden ziemlich hohe Erwartungen an sie gestellt. So wie Sie es in Ihrem Artikel eindrucksvoll mit Zahlen beschreiben ist wohl die Erwartungshaltung, dass man BWL-Kenntnisse hätte mitbringen oder auf unternehmerischen Erfahrungschatz zurückzugreifen sollen. Ihr Gegenargument driftet eher an der Realität vorbei.
        Das waren eine Hand voll Leute, die das auf die Beine stellen wollten und aus eigener Tasche gezahlt haben. Dass das von außen erstmals unseriös aussieht, kann ich nachvollziehen. Es wurde aber viel Arbeit hineingesteckt und man bemühte sich sehr darum, allen Anforderungen, die die Stadt gestellt hat, gerecht zu werden. Dass Sie von einer unseriösen Umsetzung sprechen, ist nicht richtig.

  3. michi

    Alleine schon, dass Sie in Ihrem Titel das Wort Desaster wählen ist eine Übertreibung und in diesem Zusammenhang unangemessen. Das Desaster, dass Sie gerne heraufbeschwört gesehen hätten, steht in keinem Verhältnis zu einem G-20-Gipfel. Es wäre angebracht, wenn man mit solchen Begriffen nicht inflationär umgehen würde und auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben. Das Einzige was Sie daran desaströs erachten und das ist Ihr Hauptargument, dass man sich angeblich mit den Besucherzahlen verkalkuliert und die paar privaten Leute, die das veranstaltet haben, Minus gemacht hätten – aber gerade diese Einschätzung beruht auf reinen Spekulationen.

  4. michi

    Zumal ein Unterschied besteht zwischen einem inoffiziellen spontanen Flashmob und einer längerfristig geplanten öffentlichen Veranstaltung, für die flächendeckend mehr Promo gemacht wurde. Vielleicht sollten Sie die Hochrechnungen lieber denjenigen überlassen, die mehr Einsicht dazu haben. Ich schätze, dass das Orgateam selbst, das in Austausch mit der Stadtverwaltung und den Betreibern steht, das viel besser berurteilen kann. Das Orgateam ging mit den Finanzen verantwortungsbewusst um und dementsprechend verlief die Planung, bei der alle Kosten gedeckt wären. Es gibt nichts, was da zu beanstanden wäre. Die Organisation war gerade eben erfolgreich, weil man aufgrund der schlechten Wettervorhersage die Veranstaltung frühzeitig abgesagt hatte.
    Zudem verurteilen Sie, dass die Umsetzung angeblich unseriös gewesen sein sollte, vermischen dies aber in Ihrer Argumentation mit den Ereignissen vom Vorjahr. Hätten Sie eine klare Trennung vollzogen und besser recherchiert, dann wäre Ihnen bewusst gewesen, dass sich dieses Jahr alles seriös zugetragen hatte.

  5. Luma-Anhänger

    Ich finde es schade, dass der Lumatag nicht stattfand. Aber bei dem Wetter wär’ das nichts geworden! Großes Lob an alle, die geholfen haben.

  6. Lui

    Hallo Herr Pläcking, Sie haben Recht, dass das nicht alles Ihre Worte waren, auf die ich mich bezogen habe. Entschuldigen Sie mich, falls Ihnen falsche Worte in den Mund gelegt wurden. Ich habe die Kommentarfunktion genutzt, um meinen Unmut zu äußern, der sich an diejenigen richtete, die den Luma-Bier-Tag verurteilen. Nicht alles was ich aufgezählt habe, hat unbedingt etwas mit Ihrem Kommentar zu tun. Das war einfach nur meine Meinung zu dem Thema, die ich loswerden wollte. Ich habe vergessen zu erwähnen, dass es Frau K. war, die im Tagblatt von einer “Ballermannparty” und dem Wetter sprach. Das hätte ich alles noch dazuschreiben sollen.

  7. ns

    Meine Güte! Kommt runter! Ein paar Leute wollten im Neckar baden…. und jetzt so ein Aufriss??? Pläcking, das kannst du besser!

Leave a Reply