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Luxusproblem Geld: Der StuRa hat über eine halbe Million Euro übrig

Die größte Überraschung der Sitzung des Studierendenrats (StuRa) am Montag, kam einfach so nebenbei als Antwort auf eine Frage. Die Finanzreferentin gibt bekannt: Rund 775.000 Euro hat die Verfasste Studierendenschaft gerade auf dem Konto. Verplant sind davon gerade mal knapp 140.000 Euro. Wer jetzt rechnen kann, dem wird zum ersten Mal klar: Der StuRa in Tübingen hat 635.000 Euro rumliegen. Nicht als offizielle Rücklagen oder gar für ein Projekt fest eingeplant, sondern einfach so rumliegen. Auf dem Girokonto. Und keiner weiß wirklich was man damit machen soll.

Wir reden hier von knapp zwei Jahren Einnahmen aus den Beiträgen der Studierenden. Im Klartext heißt das: In den Jahren 2014 bis 2016 wurde jeweils nur ein Drittel der Beiträge überhaupt angerührt. Statt sechs Euro nur zwei Euro von jedem Studierenden im Semester verbraucht.

Das könnte sich ändern, schließlich soll ab diesem Jahr ein Haushaltsbeauftragter bezahlt werden und möglicherweise eine Bürokraft angestellt werden, die zusammen wohl rund 60.000 Euro im Jahr kosten würden. Doch die vollen 325.000 Euro werden sehr wahrscheinlich wieder nicht gebraucht werden. Das weiß man auch in der FSVV/GHG-Koalition. Aber selbst durch die Senkung der Beiträge von sechs auf fünf Euro, wie es die GHG gefordert hat, wird wohl weiterhin ein Überschuss erwirtschaftet werden. Der Geldberg wächst weiter.

Sven Sommer von der Unabhängigen Liste Fachschaft (ULF) schlug deswegen, wohl mehr in einem Ausruf der Ungläubigkeit, in der Sitzung vor, die Beiträge komplett auszusetzen oder “wenigstens auf drei Euro zu senken”, doch an diesem Montag wurde ein Beschluss zum Haushalt 2017 erstmal auf den 30. Januar 2017 vertagt.

Was allerdings bereits diesen Montag klar wurde: Dem Antrag der LISTE zu einer riesigen Freibierparty im Bota wird eine Absage erteilt. Nicht weil es generell für eine schlechte Idee gehalten wird, aber weil ein Landesgesetz es dem StuRa verbiete das Geld für Alkohol auszugeben. Auch Palettenweise Iso-Sport oder Apfelschorle wäre wohl nicht erlaubt.

Bild: Shutterstock

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