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Vielleicht doch bald Einigung im Ilias- und Moodle-Steit?

Die Ankündigung der Universität Tübingen, dass ab dem 1. Januar 2017 alle durch Copyright geschützten Werke nicht mehr digital auf die Lernplattformen zur Verfügung gestellt werden, hat großes Aufsehen in Tübingen erregt. Als Begründung wurde damals genannt, dass die Baden-Württembergischen Universitäten es für nicht praktikabel halten, der VG-Wort jedes verwendete Werk einzeln zu melden.

Diese Ankündigung hätte bedeutet, dass für viele Studienfächer keine Texte mehr online verfügbar wären. Stattdessen hätte es sogenannte Semesterapparate mit Kopiervorlagen aus Papier gegeben. Lange Schlangen an den Kopierern und weitere Unannehmlichkeiten für die Studierenden wären wohl die Folge gewesen. Ein Horrorszenario.

Doch jetzt sieht es so aus, als ob die Hochschulrektorenkonferenz, die Kultusministerkonferenz und die VG-Wort nun doch noch zu einer Einigung kommen könnten. Am Freitag teilten die drei Institutionen in einer gemeinsamen Erklärung mit, dass sie eine Arbeitsgruppe beauftragen wollen, um “eine einvernehmliche Lösung für die Handhabung des Urheberrechts im Kontext der Lehre an Hochschulen zu entwickeln.”

Das Ziel der Arbeitsgruppe sei es “rechtzeitig vor dem Jahresende 2016 einvernehmlich einen Lösungsvorschlag vor[zu]legen. Die Partner wollen eine bruchlose weitere Nutzung der digitalen Semesterapparate an den deutschen Hochschulen über die Jahreswende hinaus gewährleisten.”

Vor allem für die Studierenden, aber auch für die Dozenten wäre eine Einigung die beste Lösung, da die Lehr- und Lernpraxis dann nicht verändert werden müsste. Noch ist allerdings nichts in trockenen Tüchern.

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