Home > Allgemein > Uni-Wahl 2016 – Die Analyse

Die Wahl ist vorbei, die Ergebnisse sind raus. Und auf den ersten Blick bleibt alles beim Alten. Die Räte aus FSVV und GHG haben zusammen mit [‘solid].SDS eine Mehrheit im neuen Studierendenrat. Doch trotzdem hat sich viel verändert: Zwei neue Listen haben einen Sitz im höchsten Gremium der Studierenden ergattert. Eine Analyse der Zahlen.

Von Constantin Pläcking

Ergebnis UniWahl Gewinne und VerlusteBesonders ins Auge fällt einem zuerst die Wahlbeteiligung. Sie ist deutlich gestiegen von 10,2 % im vergangenen Jahr auf 14,8 % dieses Jahr. Das ist ein deutlicher Anstieg und ein erfreulicher Trend, auch wenn 14,8 % immer noch sehr wenig sind. Über 85% der Studierenden interessieren sich weiterhin nicht für die Uni-Wahlen.

Auffällig ist auch, dass die neuen Listen der etablierten Mehrheit der Räte so gut wie nichts anhaben konnten. Zwar hat die FSVV einen Sitz verloren, das liegt aber ausschließlich daran, dass die Juso-HSG wieder zum Senat angetreten ist. Im vergangenen Jahr hatte man sich dort entschieden, keine Senatsliste einzureichen.

LHG der große Verlierer dieser Wahl

Ergebnis UniWahl StuRaBesonders hart getroffen hat das unerwartete Antreten und starke Abschneiden der Unabhängigen Liste Fachschaft Jura (ULF) die Liberale Hochschulgruppe (LHG). Mit ihr hatte man die meisten inhaltlichen Überschneidungen. Sechs Prozentpunkte weniger ist eine herbe Niederlage der Liberalen. Trotz der höheren Wahlbeteiligung hat man sogar in absoluten Zahlen Wähler verloren. Dass die LHG weiter mit 3 Sitzen im StuRa vertreten ist liegt ausschließlich daran, dass Listenplatz 1 der gemeinsamen Senatsliste von RCDS und LHG dieses Jahr von einem LHG-Mitglied bekleidet wurde. Der RCDS verliert deswegen sogar zwei Sitze, einen an die LHG und einen weiteren an ULF bzw. Die LISTE.

400 Stimmen hätten den Wechsel gebracht

Ergebnis UniWahl Ergebnis StuRaTrotzdem war es aufgrund der Stimmverteilung nach d’Hondt extrem knapp für die Räte. ULF hätte nämlich der Grünen Hochschulgruppe (GHG) um ein Haar einen Sitz weggeschnappt. Insgesamt 400 Stimmen mehr für ULF hätte den Räten (zusammen mit [‘solid].SDS) die Sitzmehrheit und damit die Abwahl gekostet. Da jeder Studierende 17 Stimmen hat, handelt es sich um genau 24 Wähler die ULF auf seine Seite hätte ziehen müssen. Der GHG Sitz hätte aber auch an [‘solid].SDS gehen können, denn die waren nur knapp hinter ULF. [‘solid].SDS hätte 25 Wähler überzeugen müssen. Generell kann man sich bei [‘solid].SDS freuen, man hat das Wahlergebnis gesteigert.

Juso-HSG legt zu – LISTE kann jubeln

Auch bei den Juso-HSG wird man sich freuen. Man hat das Wahlergebnis trotz neuer Konkurrenz sogar steigern können. Durch das Antreten bei der Senatswahl hat man sogar einen Sitz im StuRa dazu gewonnen. Ein sehr solides Ergebnis. Besonders groß wird man wohl bei “Die LISTE” feiern. Sie schaffen es dieses Jahr mit einem deutlich besseren Ergebnis einen Sitz zu bekommen.

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