Home > Featured > Uni-Wahl 16: Es könnte spannend werden!

Von Constantin Pläcking

Wer die Uni-Wahlen der vergangenen Jahre kennt, der weiß: Es gibt eine niedrige Wahlbeteiligung und am Ende ändert sich nichts. Die Mehrheitsverhältnisse im Studierendenrat sind immer ungefähr gleich: Auf der einen Seite sind FSVV, GHG und [‘solid].SDS, die imperative Mandate haben und keine Verantwortlichen wollen. Ihnen war bis jetzt eine knappe Mehrheit sicher.

Auf der anderen Seite stehen RCDS und LHG, die klare Verantwortlichkeiten und freie Mandate fordern, aber immer in der Opposition gelandet sind. Zwischendrin steht die Juso-HSG, die sich an den FSVV-Entscheidungen orientiert, aber eigentlich ein freies Mandat hat. Bei der Frage der Verantwortlichkeiten ist sich die Juso-HSG –  so hört man – intern nicht einig.

Alle Gruppen haben sich bei der Elefantenrunde vorgestellt

Neue Gruppen treten an

Dieses Jahr kommen möglicherweise weitere Gruppen dazu. Zum einen “Die LISTE” der Partei “Die PARTEI” , die es vergangenes Jahr knapp nicht geschafft hat einen Sitz zu ergattern. Ganz neu ist ULF, die Unabhängige Liste Fachschaft Jura. Zwar hatten es die Mediziner vor zwei Jahren schon einmal versucht als Einzelfachschaft für den StuRa anzutreten, doch hatte man mit “Alternative für die Uni” einen Namen gewählt, der an die AfD erinnert. Sie kamen damals nicht rein. Bei ULF ist das anders: Und das liegt – traurigerweise – auch am Namen. Zum ersten Mal gibt es nämlich zwei Listen die “Fachschaft” im Namen tragen. Bei uninformierten Wählern könnte das der FSVV Stimmen kosten.

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Wahlaufruf der FSVV vor dem Clubhaus – Foto: Pläcking

ULF bei der Systemfrage auf Seite von LHG und RCDS

Auch bei informierten Wählern könnte ULF punkten. Wer keine Lust hat, seine Stimme einer parteinahen Liste zu geben, aber das aktuelle System der FSVV nicht unterstützen will, hat jetzt eine Option bekommen: Denn ULF will den Wechsel, genau wie RCDS und LHG. Sie stehen für Verantwortliche und freie Mandate. Hier könnte das allerdings auch LHG und RCDS Stimmen kosten.

Heute und morgen (28.6. und 29.6.) zwischen 9 und 17 Uhr können die Studierenden für Senat und Studierendenrat abstimmen. Wie es ausgeht, ist dieses Jahr offen. Ob es dieses Jahr zum Wechsel kommt, oder ob es FSVV, GHG und [‘solid].SDS ein weiteres Jahr gelingt die Mehrheit zu behalten, wird zentral mit dem Abschneiden von ULF, aber auch von “Die LISTE” zusammen hängen.

4 Responses

  1. Und wieder wird behauptet, [‘solid].SDS sei Teil des Räte-Systems! Unsere Delegierten (derzeit ist es nur einer) folgen dem imperativen Mandat des SDS, nicht dem der Räte!

    Räte = FSVV, GHG

    Ungeachtet dessen arbeiten wir gut mit den Räten zusammen und wünschen uns, dass es im StuRa wieder eine progressive Mehrheit mit den Räten, dem SDS und den Jusos gibt!

      1. Ja. Was Arwed an der Stelle wohl meint: Wir unterstützen, dass die die Räte mit ihrem Imperativen Mandat arbeiten. Wir haben ja selbst ein imperatives Mandat für unsere Gruppe.

        Außerdem unterstützen wir das System der Arbeitskreise und wenden uns gegen die Vorstellung, dass es einzelne Personen geben muss, die für konkrete Aufgaben verantwortlich sind. Auch das ist damit gemeint.

        1. cplaecking

          Bis jetzt sehe ich an “Auf der einen Seite sind FSVV, GHG und [’solid].SDS, die imperative Mandate haben und keine Verantwortlichen wollen” dann aber immer noch kein Problem. Denn ihr habt alle diese Mandate, nur von anderen Gruppen. Und: Ihr unterstützt die Räte eigentlich immer. Ihr seid für mich – auch wenn ihr das wohl anders seht – aber sowas von im “Team Räte”. Das erzähle ich meinen Lesern so, weil die ein Recht darauf haben eine Perspektive für ihre Wahlentscheidung zu bekommen. Und für diese Wahl heißt das: Der SDS zusammen mit FSVV und GHG steht für den Status Quo und RCDS, LHG und ULF stehen für den Wandel. Und bei den Jusos… Who knows. Und für mich ist diese Systemfrage, die entscheidende bei der Wahl.

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