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UN-Hochschulgruppe: Arbeit mit dem StuRa “wahnsinnig frustrierend”

Keine Ansprechpartner, unklare Bedingungen und kein Kontakt außerhalb der Sitzungen. Jessica Grün von der United Nations Hochschulgruppe kritisiert im Kupferblau-Interview die Arbeit des Studierendenrats scharf. Die Erfahrungen mit der Arbeit des StuRa unter der aktuellen Leitung der Räte sei der Grund, warum sie sich jetzt bei der Opposition engagiert.

Von Constantin Pläcking

Unter der Hand sagen es einem viele Hochschulgruppen in Tübingen. Die Arbeit mit dem Studierendenrat ist schwer. Es gibt keine klaren Bedingungen und keine Ansprechpartner. Ewig wurde kein Geld ausbezahlt. Öffentlich sagen, wollte das aber keiner. Der Grund: Furcht vor Entzug der Finanzierung. Man will es sich eben nicht mit dem Geldgeber verscherzen.

Das Schweigen hat jetzt die United Nations Hochschulgruppe in einem Video-Interview mit dem Campus Magazin Kupferblau gebrochen. Offen kritisiert die Vertreterin Jessica Grün die Arbeit mit der Studierendenvertertung. Vor allem die Kommunikation wird klar bemängelt:

“Ich wurde dann hin und her geschickt, von einer Stelle zu nächsten und ich hab dann keine Antwort mehr bekommen. Das ist mitlerweile ein halbes Jahr her.” Auch bei anderen Projekten, wie der Menschenrechtswoche, die von der UN-Hochschulgruppe organisiert wird, kam einfach keine Antwort.

Zwar berichtet Grün, dass es eine mündliche Zusage zur Finanzierung der Menschenrechtswoche gab, aber nur als sie persönlich in der Sitzung erschienen ist. Danach habe sie nichts mehr gehört.

Jetzt nimmt Grün das Heft selbst in die Hand. Sie kandidiert für den StuRa bei der Oppositionsliste LHG: “Die Situation mit dem StuRa hat mich wahsinnig frustriert. Die LHG ist auf mich zugekommen und zwar mit dem Punkt, sie wollen einen konkreten Ansprechpartner für den StuRa und das ist das was ich unbedingt haben möchte.”

Bildquelle: Screenshot Kupferblau Interview

 

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1 Response

  1. Persönliche Meinung:
    Es ist definitiv doof, wenn man mehrere Mails schreibt und keine Antwort bekommt. StuRa läuft eben recht langsam ab, auch weil die Mehrheit darin eine Basisdemokratische Beteiligung der Fachschaften (und damit aller Studierenden) möchte. Ich persönlich finde diese recht gut – vgl. Offenlegung -, und finde es auch angemessen, wenn man dann eben mehrere Sitzungen besuchen muss – vllt sogar die Rätesitzung -, um Geld bewilligt zu kriegen. Andersherum: Ein StuRa, der ohne Rücksprache mit uns Studierenden, einfach so ‘unser’ Geld raus gibt, fände ich nicht besonders wünschenswert.
    Dazu kommt, dass die Regelungen für die studentische Selbstverwaltung alles andere als völlig klar sind. Was durchgeht, und was nicht und ob man sich traut, dafür gerade zu stehen, ist eine schwierige Frage. Ob Anträge bewilligt werden können, oder nicht, kann an der Formulierung liegen. Das ist kompliziert und von Leuten, die das neben dem Studium ehrenamtlich bewältigen, will ich auch keine 1A Arbeit verlangen. Das wäre utopisch. Von daher: Bin gespannt, wer diese Aufgabe eines “konkreten Ansprechpartners” für den StuRa übernehmen soll, falls die FSVV die Mehrheit verlieren sollte. Die Beteiligung an AKs und als GA scheinen ja nun auch nicht überbordend. Wer dauerhaft eine solche Aufgabe eingehen will… nunja.

    Dass jede Gruppe unterschiedliche Gepflogenheiten hat, dürfte auch klar sein. Beispielsweise findet sich auf der Webseite der UNHSG auch kein Name eines Ansprechpartners… *hust* Ob der StuRa solche haben sollte… wie gesagt: Ich kann es mir schlecht vorstellen, respektiere aber natürlich, wenn man sich das wünscht. (Freiwillige vor?)

    Noch zum Geld: AFAIK durfte der StuRa kein Geld auszahlen, da es noch Schwierigkeiten mit der Uni gab bzgl. ob und wie Geld ausgezahlt werden darf. Zumindest glaube ich mich zu erinnern, dass derartiges im letzten (vorletzten?) Protokoll drin stand… Hm…

    (Offenlegung: Bin in einer FS aktiv und ‘kenne’ auch ein paar Leute, die mehr in der FSVV aktiv sind; schrieb hier aber nicht stellvertretend für irgendwen oder irgendwas, sondern nur meine ganz persönliche, oft wechselnde, Meinung nieder. Alle Angaben ohne Gewähr.)

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