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Rechtsradikaler greift zwei Asylbewerberinnen an

Amnesty Internatinal Aktivistin setzt sich für die Rechte von Asylbewerbern ein paintings / Shutterstock.com

Amnesty International Aktivistin setzt sich für die Rechte von Asylbewerbern ein –  paintings / Shutterstock.com

Von Constantin Pläcking

Asylbewerber haben es wirklich nicht leicht. Erst haben sie die Heimat verlassen müssen, dann sind sie oft auf beschwerlichen und gefährlichen Pfaden nach Deutschland gekommen. Hier werden sie in Unterkünfte gesteckt, um auf die langsam mahlenden Mühlen der Bürokratie zu warten. Und zu allem Überfluss werden sie von einigen “Einheimischen” dann auch noch offen angefeindet. Die PEGIDA-Demos im ganzen Land zeugen davon.

Menschen mit einem solchen Schicksaal wurde nun weiter zugesetzt. Ganz in der Nähe von Tübingen in Rottenburg. Dort hat ein 21-Jähriger Mann zwei Asylbewerberinnen aus Gambia am Freitagabend auf der Straße angegriffen und verletzt. Die Staatsanwaltschaft Tübingen hat nun ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Der stark alkoholisierte Tatverdächtige soll die beiden 27 und 36 Jahre alten Frauen gegen 22.30 Uhr in der Poststraße grundlos angepöbelt und anschließend auf sie eingeschlagen haben. Als die 36-Jährige zu Boden stürzte, soll der Verdächtige mehrmals auf sein Opfer eingetreten haben. Die Frau trug neben leichten Kopfverletzungen eine Verletzung am Knie davon, weshalb sie vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht und dort stationär aufgenommen wurde.

Die 26-Jährige wurde mit leichteren Verletzungen ebenfalls im Krankenhaus behandelt, konnte aber bereits wieder entlassen werden. Der Tatverdächtige war am Tatort von den alarmierten Beamten des Polizeireviers Rottenburg vorläufig festgenommen worden. Der 21-Jährige ist der rechten Szene zuzuordnen. Die Ermittlungen der Polizei zu den genauen Hintergründen dauern noch an.

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0 Response

  1. forthyeight

    Asylbewerberinnen aus Gambia? Gambia ist kein Kriegsgebiet. Hunderttausende machen dort jährlich Urlaub. Somit waren die beiden Damen Wirtschaftsflüchtlinge. Armut und Perspektivlosigkeit ist aber keine Legitimation auf Asyl. Warum wird in unseren Lizensmedien nicht davon berichtet? Lügenpack!

    1. cplaecking

      NeckarSTUDENT ist Lizenzpresse? Ich hab den Scheck von der CIA oder den Illuminaten wohl übersehen… Schade könnte das Geld gut gebrauchen.

      Was bedeutet überhaupt Lizenzpresse?

    2. cplaecking

      Es ist komplett irrelevant, warum sie geflüchtet sind. Es geht um ein Gewaltverbrechen mit rechtsradikalem Hintergrund. Da könnten die beiden auch deutsche Staatsbürger sein. Es ist komplett egal.

  2. markus

    Vor einem betrunkenen 21 jährigen braucht sich der Staat nicht zu schützen. Es ermittelt aber der Staatsschutz. Wie lächerlich. Beim Sandschaken aus Offenbach, der ja eine junge Frau totgeschlagen hatte, brauchts keinen Staatsschutz. Der kann auf Milde hoffen. Der Migrationshintergrund entschuldigt so vieles. Klar. Was in Rottenburg juristisch übrig bleibt ist eine Körperverletzung unter Alkoholeinfluss. Die wird mit sicherheit auch geahndet. Soll doch der Staatsschutz in der Folge dann den Staat vor illegalen Armutsflüchtlingen schützen, welche derzeit in Schaaren nach Deutschland eindringen. Besonders die beiden Gambierinnen aus Rottenburg sind aus einem sicheren Herkunftsland gekommen. Ist noch ein Drittstaat wie Italien oder Frankreich dazwischen, entfällt die Legitimation auf Asyl nach der Genfer Konvention. Dies gilt es zu ermitteln. Und ich werde wachsam sein.

    1. cplaecking

      Ich halte es für unglaublich zynisch die Opfer eines Gewaltverbrechens jetzt auch noch zu Tätern zu machen. Ich halte es für einen legitimen Grund aus bitterer Armut zu flüchten. Gerade an Weihnachten sollten sich manche mal Gedanken machen wie weit ihre Christlichen Werte reichen. Vor allem beim Thema Nächstenliebe. Und dass Jesus in einem Stall zur Welt kommen musste, weil seine Familie kein Geld für die Herberge hatte.

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