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Gähnende Leere und hastige Abstimmung – Vollversammlung im Kupferbau

Was ist die Idee hinter der studentischen Vollversammlung? Pascal Waibel von der Grünen Hochschulgruppe hatte es letztens erst in einem Video auf dieser Seite erklärt: Transparanz wolle man schaffen und einem breiten Publikum die Arbeit des StuRa und seiner Arbeitskreise erklären. Zur gestrigen Veranstaltung im Kupferbau haben es allerdings nur wenige Leute geschafft. An Anfang waren es 80 am Ende etwa 50. Viele der Anwesenden waren die bekannten Gesichter aus der Hochschulpolitik. Die Werbung hatte wohl nicht wie geplant funktioniert.

Von Constantin Pläcking

Viel besprochen wurde nicht. Vor allem wurde aufgeklärt. Was ist dran an Hochschulpolitik? Warum soll man mitmachen? Es war ein Appell an die Anwesenden sich stärker zu engagieren, die Kraft in die Hochschulpolitik zu stecken. „Wir sind 21 Mitglieder im StuRa, und haben 20 Arbeitskreise. Die können wir nicht alleine besetzen“, sagt Max Wiedenmann von der Grünen Hochschulgruppe, der die Vollversammlung mit organisiert hatte. Der StuRa organisiere zum Beispiel das Ract! Festival und habe auch bei der Anerkennung von Abschlüssen und Studienfächern etwas mitzureden. Es gebe allerdings zu wenige, die mitmachen würden.

Später wurde über das landesweite Semesterticket aufgeklärt. Im Prinzip gibt es drei verschiedene Modell über die diskutiert wird. Die reichen von einem Modell wie in NRW, wo alle alles zahlen müssen, zu einem Modell mit Sockelbetrag, der dann zum Kauf eines Tickets für das landesweite Ticket berechtigt. Sicher sei allerdings noch nichts. Die DB-Regio und die Verkehrsverbünde seien harte Verhandlungspartner. Genaueres auch auf dieser Seite.

Am Ende sollten die Anträge aus der Studierendenschaft abgestimmt werden. Hier zeigte sich ein Problem bei der Vorbereitung. Es war nicht klargemacht worden, dass man Anträge vorher hätte einreichen müssen. Das erzeugte Ärger im Saal. Manche Teilnehmer fühlten sich nicht ernstgenommen. Die Abstimmung wurde dann doch noch gemacht. Leider musste die Verhandlung aller Anträge sehr kurz gehalten werden, da fast keine Zeit dafür eingeplant war. Beschlossen wurde, dass der StuRa eine Meinung zur QSM Vergabe erarbeiten solle, dass die Arbeitskreise verantwortliche Organisatoren bekommen sollen und dass jeder Arbeitskreis eine eigene E-Mail erhalten solle.

Dies sind allerdings nur Empfehlungen an den StuRa. Die Vollversammlung ist nicht selbst Beschlussfähig. Ob diese Empfehlungen alle so vom StuRa beschlossen werden, ist bei der aktuellen Mehrheitslage mehr als fraglich.

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  1. Danke für die Berichterstattung! Es ist erschreckend wie uneffektiv die studentische Hochschulpolitik in Tübingen wirkt (und höchstwahrscheinlich ist). Viele sind desinteressiert, weil man nicht genug aufgeklärt wird. Transparenz? Fehlanzeige. Beschämend, ich hoffe es wird sich bessern in den nächsten Jahren.

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