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Ab Freitag ist Weihnachtsmarkt – Wieder mit Feuerzangenbowle

Jedes Jahr verbindet sich der Zauber der festlich geschmückten Stände auf einzigartige Weise mit dem Charme der Tübinger Altstadt.- Bild: Alexander Gonschior

Jedes Jahr verbindet sich der Zauber der festlich geschmückten Stände auf einzigartige Weise mit dem Charme der Tübinger Altstadt. – Bild: Alexander Gonschior

Er gehört zum festen Bestandteil der Vorweihnachtszeit. Am Freitag startet der 41. Tübinger Weihnachtsmarkt in der Altstadt. Natürlich ist auch das Open-Air-Kino mit der “Feuerzangenbowle” wieder mit dabei.

Von Hannes Hofer

Am dritten Adventswochenende ist es wieder soweit – der Tübinger Weihnachtsmarkt startet zum 41. Mal. Von Freitag dem 12. Dezember bis Sonntag dem 14. Dezember lädt der historische Stadtkern zu einem vorweihnachtlichen Streifzug ein. Highlight ist auch in diesem Jahr neben den charmanten Ständchen das Open-Air-Kino mit der Vorführung der „Feuerzangenbowle“, der Kultfilm mit Heinz Rühmann von 1944.

Insgesamt verteilen sich auf 1.100 laufenden Metern 370 liebenswert gestaltete Weihnachtsstände der Tübinger Vereine, Schulen, gemeinnützigen Organisationen sowie Privatpersonen. „Die Auswahl der Anbieter und Fülle des Warenangebots sind einfach überwältigend“, sagt Dr. Christine Arbogast, Erste Bürgermeisterin von Tübingen. Das Maß zwischen Altbewehrtem und neuer Frische zu finden, sei dabei „eine ganz spezielle Weihnachtskunst“. Viele Besucher freuen sich auch in diesem Jahr bestimmt wieder auf ihren persönlichen Lieblingsstand.

Das Marktgelände öffnet am Freitag um 10 Uhr, noch ohne den zentralen Marktplatz. Dieser bleibt nach wie vor dem Wochenmarkt vorbehalten. Am Samstag und Sonntag kommen schließlich aber Marktplatz, Schmiedtorstraße und der Kelternplatz hinzu. Während Freitag und Samstag von 10 bis 21 Uhr geöffnet sind, zeigt der Sonntag von 11 bis 19 Uhr seinen Ruhetagcharakter.

Die Besucher haben auch die Chance, noch schnell ein Weihnachtsgeschenk aus dem angebotenen Sortiment zu ergattern: Von Holzspielzeug über Basteleien, Töpferarbeiten bis hin zu Schmuck und Deko ist wie immer alles dabei! Das leibliche Wohl wird traditionell mit Glühwein, Kinderpunsch und heißer Schokolade bedient. Mit neuem Weihnachtsmotiv von Karikaturist Sepp Buchegger warten schon jetzt knapp 15 000 bestellte Tassen darauf, befüllt zu werden. Dazu kann man sich gerne Flammkuchen, Waffeln, Schupfnudeln, wilde Kartoffeln oder Langos schmecken lassen.

Das Highlight des 41. Weihnachtsmarktes ist auch in diesem Jahr das Open-Air-Kino am Freitag um 19 Uhr am Haagtor. Gemeinsam mit dem Kulturbüro zeigt die Universitätsstadt „Die Feuerzangenbowle“ als Benefizveranstaltung in bewährtem Stil. Vor allem bei den studentischen Besuchern findet die kostenlose Veranstaltung großen Anklang. Für die rund 2000 Besucher steht obligatorisch ein 400 Liter fassender Kessel voll Feuerzangenbowle bereit. Der Erlös aus dem Getränkeverkauf soll dem Asylkreis der Stiftskirche zugutekommen. Damit gedenken die Veranstalter der früheren Organisatorin Karin Czuka, die leider im September verstorben ist, aber, so die Stadtverwaltung, stets viel Herzblut in die Realisierung des Rühmann-Klassikers gesteckt hatte. Diese war im Asylkreis der Stiftskirche sehr engangiert.

Das Rahmenprogramm wird erweitert durch Musik, Tanz und Theater. Während beispielsweise Hans Spielmann die Kinder am Nonnenhaus mit seinen Liedern verzaubert, bieten die Liedermacher Chris und Julia Simmance als „Travelling People“ poetische Eigenkompositionen in der Schmiedtorstraße.

Für diejenigen, die am Wochenende Geld und Nerven sparen wollen, bietet der Stadtverkehr Tübingen während des Tübinger Weihnachtsmarktes Sondertageskarten an. Für 6,10 Euro können bis zu fünf Personen mit alle Busse im Stadtgebiet beliebig oft fahren. Die Tickets gelten am Freitag ab 8.30 Uhr und am Wochenende rund um die Uhr. Nachdem mit bereits knapp 300 000 Besuchern bei chocolART, Deutschlands größtem Schokoladenfestival, gerechnet wurde, gehen die Veranstalter des Weihnachtsmarktes von insgesamt 150 000 Besucher am Wochenende aus – was eine rege Beanspruchung der Tübinger Parkplätze verspricht. Die Stadt Tübingen verweist hier auf die App Tübingen Mobil, mit der sowohl freie Parkplätze, als auch nette Toiletten zu finden sind. Ein Hoch auf die Smartphone-Generation!

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