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Gleiche Politik, anderer Politikstil – Beatrice Soltys stellt ihr OB-Wahl-Programm vor

Gesucht war ein Gegenkandidat für Boris Palmer. Herausgekommen ist Beatrice Soltys, eine parteilose Kandidatin, die gerade Baubürgermeisterin in Fellbach ist. Am Freitagnachmittag hat sie der Öffentlichkeit ihr Wahlprogramm in ihrem Wahlkampfbüro in der Neuen Straße vorgestellt.

Von Constantin Pläcking

Vieles anders möchte sie nicht machen, die parteilose OB-Kandidatin Beatrice Soltys. Bis jetzt ist sie Baubürgermeisterin in Fellbach bei Stuttgart und tritt für die Oberbürgermeisterwahl in Tübingen an. Unterstützt wird sie vor allem von der CDU. “Ich mache keine CDU Politik”, stellt Soltys aber gleich fest. Und das kann man bei der Themenwahl auch sehen. Genau wie Amtsinhaber Boris Palmer möchte sie die Regionalstadtbahn voranbringen, möchte eine Landesgartenschau nach Tübingen bringen und die Stadt am Fluss verwirklichen, den Europaplatz voran bringen und möchte neuen Wohnraum durch Nachverdichtung schaffen. Hier unterscheidet sie sich auch von der CDU, die Boris Palmer bei der Gemeinderatswahl für genau dieses Vorhaben kritisiert hatte.

OB-Wahl ist auch Personenwahl

Der größte Unterschied zwischen ihr und Palmer sei allerdings ihr Politikstil. “Eine Oberbürgermeisterwahl ist auch eine Personenwahl”, sagt Soltys. Und sie sei eine Macherin, die alle Projekte umgesetzt habe, die sie sich vorgenommen habe. Das könne man in ihrer Vita nachlesen und in Fellbach und Ludwigsburg auch sehen. Hierbei kritisierte sie auch den Umgang des Amtsinhabers in der Frage des Schlecht-Baus. Ein Unternehmer hatte den Großteil der Finanzierung eines Veranstaltungsraums an der Wilhelmstraße versprochen. Der Bau ist am Ende nicht zustande gekommen. Mit ihr hätte das geklappt, sagt Soltys.

Clubs wohl eher in der Peripherie

Den starken Angriff auf Palmer gab es sonst nicht. Soltys scheint durch ihre Person und ihre Inhalte überzeugen zu wollen. Dabei sprach sie viele verschiede Projekte an. Unter Anderem auch im Umgang mit der Universität. Hier möchte sie Synergien nutzen. Unter anderem auch bei der Raumnutzung. Zur Frage des Clubsterbens findet man keinen gesonderten Punkt. Auf Nachfrage antwortete Soltys mit der Idee alle Akteure an einen Tisch zu bringen und es im Einzelfall im Dialog zu lösen. Außerdem müsse man neue Standorte finden. “Diese wären dann aber wahrscheinlich eher in der Peripherie”, sagt Soltys. Allerdings sagte die Kandidatin auch, dass man nicht erwarten könne in der Stadt zu leben und dann absolute Ruhe zu haben. Es müsse einen Ausgleich geben. Das sei allerdings nicht so leicht zu lösen. Sie wolle es allerdings probieren.

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