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Exklusiv: Landesweites Semesterticket nur in “Light”-Version geplant – Einführung 2016

Das Semesterticket für Tübingen.

Das Semesterticket für Tübingen. Bild: Pläcking

Mitte 2016 soll es kommen: Das landesweite Semesterticket. Ein Projekt, auf das schon viele Studierende in Baden-Württemberg warten. Doch statt eines Tickets für alle, das, so wie in NRW und anderen Bundesländern, immer gilt, soll es nur eine Light-Version geben. Laut Angaben des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg wird ausschließlich ein Semesterticket für Abends und am Wochenende geplant. Zusätzlich zu den bereits bestehenden Semestertickets der Verkehrsverbünde.

Finanziert werden soll das Semesterticket durch einen höheren Solidarbeitrag an den Hochschulen und Universitäten. Dieses sogenannte Ein-Komponenten-Modell besagt, dass alle Studierenden das Semesterticket bekommen, allerdings auch alle, die es nicht wollen. Die müssen aber trotzdem bezahlen.

Beim Naldo-Semesterticket in Tübingen gibt es bisher das Zwei-Komponenten-Modell. Das bedeutet, dass nur ein Teil solidarisch von allen finanziert wird, der Rest durch den Verkaufserlös des Tickets.

Grundsätzlich müssten Pendler, die zum Beispiel aus Stuttgart kommen, weiterhin draufzahlen. Zur Zeit sind das für den Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) fast 300 Euro. Martin Brüssow, Vorsitzender der Liberalen Hochschulgruppe (LHG) im StuRa kritisiert das: “Dieses Modell ist so ziemlich die schlechteste Lösung, die man sich vorstellen kann, weil es für niemanden etwas bringt. Alle, die regelmäßig zwischen Verkehrsverbünden hin- und herpendeln, müssen nach wie vor die überteuerten Anschlusstickets kaufen und alle die in der Regel nur lokal unterwegs sind, werden vollkommen sinnlos zusätzlich belastet. Grundsätzlich sollte man endlich davon Abstand nehmen, alle Studenten zu einem einheitlichen Zwangs-Landesticket verpflichten zu wollen.”

Fabian Everding, Vertreter von [solid’].SDS im StuRa ist ebenfalls nicht ganz zufrieden mit der Lösung und fordert mehr: “Wir begrüßen die geplante Einführung als Schritt in die richtige Richtung, würden uns allerdings noch mehr wünschen: Ein Semesterticket wie in NRW.” Dies würde Fahrten an allen Tagen und Tageszeiten ermöglichen.

Wie viel das landesweite Semesterticket dann für alle kosten wird, ist bis jetzt noch unklar. Die baden-württembergischen Verkehrsverbünde, die DB Regio, das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg sowie die studentischen Verhandlungsführer der Landestudierendenvertretung Baden-Württemberg beraten noch bis Herbst 2014 über die genaue Höhe und die Bedingungen.

+++ Update 30.7./ 16:00: Die Antwort des Verkehrsministeriums BW hat sich als falsch herausgestellt. Es wird wohl auch die Möglichkeit geben ein zusätzliches Semesterticket zu kaufen, dass immer gilt (Zwei-Komponenten-Modell).+++

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