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Gemeinderat: Die PARTEI zieht wahrscheinlich ein

Markus Vogt, Dr. Ulrich Stolte, Jürgen Eichenbrunner und Ivo Dommer posieren vor der Parkgaststätte. Foto: Pläcking

Markus Vogt, Dr. Ulrich Stolte, Jürgen Eichenbrunner und Ivo Dommer posieren vor der Parkgaststätte. Foto: Pläcking

Neben dem Europaparlament zieht die Partei “Die PARTEI” wohl in den Gemeinderat Tübingen ein. Die Gemeinsame Liste mit dem Stammtisch “Unser Huhn” kommt bei 99% der ausgezählten Stimmen auf 2,3 Prozent. Damit wäre Markus Vogt aka “Häns Dämpf” Mitglied des Tübinger Gemeinderats. Er reiht sich so in die sehr kurze Liste der Mandatsträger der Satire-Partei ein. Das war ihr Wahlprogramm.

“Eine Toilette für den Löwen wäre notwendig. Das ist eine städtische Kultureinrichtung, und die Toiletten sind unter aller Sau”, sagt Markus Vogt. Allerdings versprach er auch, dass er im Gemeindrat vor allem rappen würde. Immerhin könne er das ganz gut. Ob die PARTEI ein Rotationsprinzip einführen wird, so wie im Europaparlament, ist noch nicht klar: “Da finden wir uns noch in einem innerparteilichen Findungsprozess”.

Auf Facebook sagte der Ortsverband der PARTEI: “Politik ist ein hartes und perfides Geschäft. Jede Wählerin und jeder Wähler weiß, dass er nach der Wahl genau das nicht bekommt, was er gewählt hat. Wir, die PARTEI und der Stammtisch “Unser Huhn”, werden diesem Schema in nichts nachstehen. Deshalb kündigen wir ganz klar an: Keines unserer Wahlversprechen wird auch nur näherungsweise irgendwie umgesetzt.
Außer bei der Regionalseilbahn werden wir eine Ausnahme machen, die nach einem kundigen Tagblatt-Leserbrief-Schreiber wohl viel günstiger als die Regionalstadtbahn sein wird. Darüber fordern wir eine Volksabstimmung! Die Seilbahn-Idee darf nicht unter den Tisch gekehrt werden und muss offen diskutiert werden. Zudem werde ich die nächsten Wochen für die Wählerinnen und Wähler überhaupt nicht erreichbar sein. Getreu unseres Ehrenvorsitzenden Oliver Maria Schmitt fordern wir eine “Politik der geschlossenen Türen”.”

Was allerdings auch klar ist: Die Eispreise müssen eingefroren werden. Ob das aber nicht schon zu viel Inhalt für populistische obskure Kleinstparteien ist?

Die PARTEI hatte einen Wahlwerbespot(t) ähnlich dem der Grünen gedreht, der Viral verbreitet worden ist:

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