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Wieder K.O. Tropfen in Tübingen

Nachdem ein im letzten Jahr  bereits K.O. Tropfen für Aufregung in Tübingen gesorgt hatten, ist nun wieder ein solcher Fall bekannt geworden. Die neue Tat ereignete sich in einer Diskothek in der Tübinger Südstadt. Dabei soll, so die Polizei, einem 19-Jährigen, der das Glas sogar mit auf die Toilette genommen hatte, gegen 0:45 Uhr die Substanz ins Glas gemixt worden sein. Er war nur kurz unaufmerksam gewesen. Kurze Zeit darauf habe sich der 19-Jährige übergeben müssen und fing an zu halluzinieren.

K.O. Tropfen. Bild: Augsburger Allgemeine

Der hinzugerufene Vater brachte seinen Sohn in die Klinik, wo dieser wegen einer Mischintoxikation behandelt wurde.
Konkrete Täterhinweise gibt es keine. Die Polizei rät Diskotheken- und Festbesuchern, offene Getränke nur persönlich vom Personal entgegenzunehmen und nie unbeaufsichtigt stehen zu lassen.

Wie kann man sich schützen?

Leider kann man nichts machen, um ganz sicher vor solchen Tropfen zu sein. Allerdings kann man die Chancen verringern, wenn man bestimmte Tipps beherzigt. Die Webseite ko-tropfen-nein-danke.de meint dazu:

  • Nimm kein offenes Getränk von Leuten an, die du nicht kennst.
  • Auch bei Freunden oder Partybekanntschaften: Nimm nur Getränke an, deren Weg du vom Tresen an verfolgt hast. Im Zweifelsfall auf einen Drink verzichten oder nur verschlossene Flaschen annehmen.
  • Lass dein Getränk nicht unbeobachtet stehen. Wenn doch, lieber ein neues Getränk bestellen. Macht untereinander aus, dass ihr gegenseitig auf eure Gläser aufpasst.
  • Trinke nicht zu viel Alkohol. Im Vollrausch bist du auch ohne K.O.-Tropfen leichter angreifbar. Wenn du betrunken bist, kannst du viele Situationen nicht mehr gut einschätzen.

Die weit verbreiteste Art von K.O.-Tropfen ist die, als “Liquid Ecstasy” bekannte, Droge GHB oder GBL. Das Problem ist, dass die Droge ähnliche Wirkung zeigt, wie extrem starker Alkoholkonsum. Trotzdem gibt es Anzeichen auf die man achten kann. Kurz nach dem Konsum wird einem schlecht und schwindelig. Das wird oft mit den Folgen des Alkohols verwechselt. Nach etwa 10-20 Minuten tritt dann die Wirkung ein. Oft wirkt man euphorisiert und flirtet stark, ist redseelig. Es ist nicht wirklich auffällig. Man wirkt angetrunken, kann aber noch normal reden. Das einzige Problem: Man ist Willenlos und wird sich an diese Zeit nicht mehr erinnern können. Irgendwann setzt die Müdigkeit ein. Jetzt wird man für den Täter zur leichten Beute. Dieser kann Hilfe anbieten und leicht von der Party wegbringen.

Zusammen mit Alkohol ist die Droge lebensgefährlich

Ist die Dosierung zu stark oder es kommt im Körper mit viel Alkohol zusammen kann “Liquid Ecstasy” neben Bewusstlosigkeit auch Atemstillstand hervorrufen. Das kann tödlich für das Opfer enden. Deswegen ist es wichtig bei bewusstlosen Menschen vor einer Party-Location immer auch an Erste Hilfe zu denken. Gibt es Puls? Gibt es Atmung? Nicht sicher? Lieber einmal zu viel den Krankenwagen rufen.

Die einzige Möglichkeit ist mit Freunden Abmachungen zu treffen. Man kommt gemeinsam, man geht gemeinsam und wärend der Party passt man aufeinander auf. Sollte es vorkommen, dass man dennoch K.O.-Tropfen verabreicht bekommt, den Krankenwagen und die Polizei rufen und Blut abnehmen lassen. Geht das nicht, den Urin aufheben. Nur so kann man später beweisen, dass es tatsächlich K.O.-Tropfen waren, denn diese sind nur 6 bis 8 Stunden danach nachweisbar.

Weitere Infos auch auf dieser Webseite: www.ko-tropfen-nein-danke.de

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