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Wird das Jura-Seminar bald noch weniger Arbeitsplätze haben?

Universität Tübingen. Archivbild: Constantin Pläcking

Neue Aula, bisheriger Sitz der Juristen. Archivbild: Pläcking

Von Constantin Pläcking

Durch den Umzug des Juristischen Seminars in die Mensa, könnte es noch weniger Arbeitsplätze für Studenten geben. Das befürchten zumindest die beiden Fachschaften für Juristen (ULF und Freie Fachschaft) in einer Veröffentlichung auf ihrer Internetseite, die über Facebook verbreitet wurde. Diese denken, es könnte dann noch chaotischer werden, wenn es an die Hausarbeiten geht. Das Gebäude der Mensa könne nicht zweckgerecht zu einem Lernplatz umfunktioniert werden. Bedenke man, dass dieses Gebäude speziell für den Bedarf einer Mensa errichtet wurde, sei eine derartige Umwidmung nur schwer vorstellbar. Die beiden Fachschaften sagen deshalb:

Bereits das jetzige Seminar stößt von seiner Kapazität her an seine Grenzen. Jeder kennt das Problem in der Hausarbeitenzeit. Um einen brauchbaren Platz ergattern zu können, muss man sich bereits vor Öffnung des Seminars an dessen Eingang einfinden. Nach unseren Informationen ist die Kapazität des Gebäudes der Mensa noch geringer.

Aus diesem Grund sind sie gegen die Pläne für die Umgestaltung des Campus die offiziell unter dem Namen “Campus der Zukunft” laufen. Die Fachschaften wünschen sich außerdem eine andere Informationspolitik und ein Mitspracherecht der Studierenden.

Mehrere Versuche mit unserem Rektor, Herrn Prof. Dr. Bernd Engler, Kontakt aufzunehmen, um zum einen Informationen zu erhalten und zum anderen unsere Bedenken äußern zu können, sind leider bisher gescheitert. Auf unser Schreiben, dass wir bereits vor vier Wochen an ihn geschickt haben, ist uns bis heute, trotz nochmaliger Erinnerung per Email, keine Antwort zugegangen.
Wir haben das Gefühl, viel zu wenig über das ganze Vorhaben informiert und in die Planung eingebunden zu werden. Schließlich betrifft ein Umzug des juristischen Seminars gerade auch uns Studierende.

Es bleibt zu hoffen, dass die Interessen aller Studierenden bei den Umbauplänen berücksichtigt werden. Immerhin ist die Universität hauptsächlich für die Lehre der Studierenden da. Hier könnt ihr die ganze Veröffentlichung der Fachschaften Jura lesen.

Die Pläne zum Umbau scheinen allerdings nicht auf viel Gegenliebe zu stoßen. Bereits im November berichteten einige Medien über ein Ende der Pläne. Dies wies die Universität allerdings zurück.

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