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Fachsprachenzentrum fürchtet um Großteil seiner Kurse

Sollte der Streit um die Vergabe der Qualitätssicherungsmittel (QSM) zwischen der Universität und dem StuRa nicht bald aufgelöst sein, könnte es massive Einschränkungen beim Fachsprachenzentrum geben. Insgesamt könnten ab der in den Sommersemesterferien beginnenden Intensivkursphase etwa 60 Prozent der Kurse ausfallen.  “Es könnten keine Honoraraufträge mehr vergeben werden”, sagt Claudia Duttlinger, Leiterin des Fachsprachenzentrums. Das gleicht einer Kündigung, da die Honorarangestellten meistens über einen längeren Zeitraum beschäftigt werden. Bis jetzt plane man zwar die Kurse, als ob die Gelder bereits bewilligt wären, doch sollte es keine Einigung geben, müsse man das Kursprogramm stark reduzieren.

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Claudia Duttlinger in ihrem Büro. Foto: Pläcking

Bereits jetzt ist das Fachsprachenzentrum (FSZ) chronisch überlastet. Die Hälfte aller Bewerber muss abgewiesen werden. Dies würde sich dann noch weiter verschärfen. “Sollte das Kursprogramm um die Honoraraufträge gekürzt werden, müsste man bei besserer finanzieller Lage eventuell wieder neue Honorardozenten suchen, mit Aufwand und vorübergehendem Einfluss auf die Qualität der Lehre”, sagt Duttlinger. Bereits jetzt sei es schwer, geeignete Fachkräfte zu finden. Die müsse man dann alle neu anwerben und ausbilden. “Ich halte die Blockadepolitik der Studierendenvertretung für unglücklich”, fügt Duttlinger hinzu. “Wir wollen guten Unterricht machen”.

Christin Gumbinger (FSVV) verteidigt das Verhalten der Studentischen Vertreter um die Vergabe der QSM: “Wir haben ausreichend häufig versucht mit dem Rektorat zu kommunizieren. Das wollte lange nicht außerhalb der Kommission mit uns reden.” Erst seit kurzem gebe es erste Gesprächsansätze. Die Studierenden waren im Januar geschlossen aus der Kommission zurückgetreten. (Mehr Infos hier und hier) Der Haushalt kann aber nicht ohne ihre Zustimmung beschlossen werden. Jetzt liegt der Fall zur Schlichtung beim Wissenschaftsministerium, das in den nächsten Tagen dazu Stellung nehmen will. 

Der Fall kann sich aber auch danach noch weiter hinziehen. Eine rasche Einigung wäre aber wichtig um den vollen Kursumfang beim FSZ beizubehalten. Claudia Duttlinger läuft die Zeit davon: “Unsere Planung für das Wintersemester 2014/15 hat bereits begonnen.”

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