Home > Studierendenrat > Universität verbummelt es, Webspace für StuRa-Homepage einzurichten

Universität verbummelt es, Webspace für StuRa-Homepage einzurichten

Seit Ende 2013 ist der Studierendenrat nun gewählt und trifft sich regelmäßig. Nur hat der bis jetzt keine Webseite. Es gibt einen Arbeitskreis der sich darum kümmert und die Seite auch gerne online stellen würde. Doch das geht nicht, denn die Universität hat es verbummelt der Studierendenvertretung einen Webspace beim ZDV zu Verfügung zu stellen. Eigentlich wollten die Ratsmitglieder die Adresse stura.uni-tuebingen.de haben um damit auch zu zeigen, dass sie Teil der Universität sind.

Von Constantin Pläcking

Universität Tübingen. Archivbild: Constantin Pläcking

Universität Tübingen. Archivbild: Constantin Pläcking

Das Problem scheint ein bürokratisches Hin- und Her zu sein. Um die Webseite zu beantragen braucht man ein entsprechendes E-Mail-Konto vom ZDV, so ähnlich wie der zentrale Login, den alle Studierende haben. Obwohl das schnell bewilligt wurde, brauchte es bis zum 29. Januar als den Verantwortlichen die Zugangsdaten übermittelt wurden.

Daraufhin wurde die Webseite beantragt. Es musste aber eine Kostenstelle angegeben werden. Weil der StuRa jetzt finanziell eigenständig ist, wurde das Exekutiv-Organ angegeben. Dazu schreibt Fabian Everding, linke Liste/[‘solid].SDS auf der Webseite der Gruppe:

Fun Fact am Rande: Die Einrichtung eines Webhosts durch das ZDV kostet die “Kostenstelle” kein Geld. Es wird aus rein verwaltungstechnischen Gründen dennoch eine Kostenstelle verlangt, die solche Anträge genehmigen muss.

Das ZDV hat drauf gesagt, man könne das nicht sich selbst genehmigen. Es müsse eine Person aus der Zentralen Verwaltung angegeben werden. Man habe daraufhin die für den alten AStA zuständige Person angegeben. Dies sei “zwar vom Prinzip her falsch und absurd, schien aber die pragmatischste Lösung zu sein”, schreibt Fabian Everding. Daraufhin habe man gewartet.

Ebenfalls auf der Webseite von linke Liste/[‘solid].SDS wird eine Mail vom ZDV zitiert:

Bezug nehmend auf die Ihnen bekannte derzeitige Haltung des Rektorats in Fragen der Bereitstellung universitärer Ressourcen für die Verfasste Studierendenschaft / den Studierendenrat muss ich Ihnen leider mitteilen, dass das ZDV bis auf Weiteres keine Anträge aus diesem Bereich mehr annehmen und bearbeiten wird.
Dies betrifft aktuell die Einrichtung eines Web-Hosts (www.stura.uni-tuebingen.de) und die weiteren Funktions-Accounts, die kürzlich beantragt wurden.

Auf Anfrage von neckarSTUDENT, warum das alles so lange braucht und ob es eine Webseite geben werde, antwortete die Universität in Form ihrer Pressesprecherin Antje Karbe:

Auch für die Universität Tübingen ist dies eine neue Situation, es gibt zurzeit sehr viele Fragen zu klären, neue Strukturen müssen aufgebaut werden. In dieser Neugründungsphase musste erst geklärt werden, welche Dienstleistungen die Universität dem Stura zur Verfügung stellen kann und darf (Da wir kein öffentlicher TK-Dienstleister sind, dürfen wir nur Mitglieder und Angehörige der Universität Tübingen versorgen. Der Stura ist nun einerseits eine eigene Behörde und andererseits eine Gliedkörperschaft der Universität). Im Übrigen hätte der Stura ohnehin die schon bestehende Seite des Asta nutzen und fortschreiben können, hat davon aber keinen Gebrauch gemacht. Weitere Anträge, zum Beispiel für die offizielle Emailadresse des Stura, sind schon lange genehmigt.

Außerdem wurde versprochen, dass es ein weiteres Gespräch zwischen dem ZDV und dem StuRa geben würde.

Man fragt sich allerdings, was denn so schwer daran sein kann eine Webseite einzurichten. Es ist vielleicht eine Arbeit von 10 Minuten für einen Mitarbeiter bei ZDV. Außerdem scheint es keine Kosten zu verursachen, weswegen man sich schon fragen muss, warum die Universität seit Dezember braucht um so etwas einzurichten. Es müssten doch einfach nur ein, zwei Klicks sein um das für alle zufriedenstellend hinzubekommen.

Warten wir ab, was passiert.

You may also like
Tübinger Studenten gewinnen Debattier-Meisterschaft
Offener Brief: “Politisches Mandat darf nicht Verhandlungsmasse werden”
Video aus dem Tübinger Freibad begeistert das Netz
19-Jährige auf Heimweg belästigt

0 Response

  1. Technisch gesehen hat die Universität auch gar kein Problem. Der StuRa hat die (innen)politische Ebene der Universität betreten. Und die ist von außen betrachtet äußerst erheiternd. Wenn man drin steckt aber um so weniger. Als Mitarbeiter höre ich die Geschichten aus Perspektive der Profs, die öfter mal ähnliche Probleme haben. Das kommt nun vielleicht für den Rat unerwartet, aber ja: Das, auch das ist unsere Uni. Sieht man nur als Student nicht.

    Details kann ich da als Mitarbeiter jetzt nicht auspacken, aber man könnte es so formulieren: Sobald es über die Fakultät hinaus geht (oder gar den Lehrstuhl), fängt man an, in im Schlamm zu paddeln und nicht mehr vorwärts zu kommen. Das sind die Fälle, in denen sich die sonst per Vornamen geduzten Dozenten am Telefon mit “Professor Doktor Soundso” vorstellen. Eine Möglichkeit, die dem StuRa vorenthalten bleiben wird.

Leave a Reply