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Lernen in der UB. Foto: Ian Linck

Die Prüfungszeit ist bereits da und wir von neckarSTUDENT gehen alle davon aus, dass Ihr dafür gut gelernt habt. Aber selbst wenn man gut vorbereitet ist, tragen manchmal kleine Rituale dazu bei, ein Gefühl der Sicherheit für die Klausuren zu bringen. Mit diesem Gedanken haben wir eine kleine Studentenumfrage gemacht, um herauszufinden, was für Glücksbringer, Ticks oder einfach außergewöhnliche Ritualen die Tübinger Studenten vor ihren Klausuren haben.

Von Ian Linck und Laurin Ivetić

Anna, Wirtschaftswissenschaft: Wenn ich auswendig lernen will, dann muss ich es mir selber laut vorlesen, dann kann ich mir den Stoff viel besser merken. Ich setze immer meine Brille auf während der Klausur, weil dann fühle ich mich schlauer aber eigentlich brauche ich sie nicht wirklich. 

Irené, Medizin: Es ist ein bisschen doof, aber ich bete normalerweise. Ich bin evangelisch und mache das sowieso schon jeden Morgen, aber vor Klausuren auf jeden Fall.

Lauren, Geschichtswissenschaft: Ich lege nachts die wichtigsten Prüfungsunterlagen unter mein Kopfkissen und schlafe darauf. Dann nimmt mein Kopf den Stoff irgendwie auf. Es hilft auch!

Dönem, Erziehungswissenschaft: Ich bin muslimisch und ich bete vor den Klausuren, weil es mich entspannt und mir Sicherheit bringt. Außerdem versuche ich nicht mit anderen zu reden, weil es stresst. Ich werde weniger sozial am Tag der Klausur!

Anna, Geschichtswissenschaft: Für die Prüfung ziehe ich immer eine Kette an, die ich als Geschenk von meinem Opa bekommen habe bevor er gestorben ist. Das war sein Ehering und ist sozusagen mein Glücksbringer.

Gustavo, Jura: Außer meinem Spickzettel gibt es nichts. Ok, das war nur ein Scherz! Ich ziehe ich mir meine Brille an, weil ich mich dann intelligenter fühle. Ich habe normalerweise Kontaktlinsen an, aber die können manchmal unbequem sein. Außerdem habe ich immer ein kurzärmeliges Hemd darunter an, weil es mir heiß während der Klausur wird. Glücksunterhosen habe ich allerdings noch nicht gefunden.

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Auf die Klausur will man gut vorbereitet sein. Manchmal gehört auch Glück dazu. Foto: Ian Linck

Felicitas, Soziologie: Ich habe schon immer Glücksbringer gesammelt, meistens Kleinigkeiten wie zum Beispiel einen Schraubenzieher oder eine Pfeife. Irgendwann sind es aber sehr viele geworden, weil ich immer dachte, was einmal Glück bringt, bringt immer Glück. Für mein Abitur 2011 war unsicher, ob man Glücksbringer mitnehmen durfte und dann hat mir meine Schwester ein selbstgebasteltes Glücksmäppchen geschenkt und da habe ich alle Glücksbringer reingepackt! Seitdem nehme ich mein Mäppchen immer mit, wenn ich Klausur habe oder wenn ich Glück brauche. Zudem habe ich eine Glückskette, ein Lederband mit einem Herzstein, die ich auch immer in Glücksbedarfsfall trage.

Luiza, Jura: Zuhause in Brasilien habe ich meine Mutter immer gefragt, ob sie mir eine Kerze anzünden könnte, die mir positive Energie bringen sollte. Aber einmal hatte sie keine Kerze dabei und musste stattdessen eine Lampe anmachen. Seitdem machen wir das immer mit einer Lampe statt einer Kerze. Die Lampe muss an bleiben zumindest bis meine Prüfung fertig ist. Weil ich jetzt in Deutschland bin, muss mein Mitbewohner die Glückslampe für mich anmachen.

Camilo, Bioinformatik: Ich kiffe mehr als normal und trinke viel Kaffee. Am Tag vor der Klausur mache ich gar nichts und lerne ich auch gar nichts, weil ich Zeitdruck hasse und weil ich lieber während der Woche lerne. Als Glücksbringer nehme ich ein kleines rosa Schweinchen mit, das ich als Geschenk bekommen habe. Ob es Glück gebracht hat? Manchmal ja, manchmal nein, deswegen nehme ich es nicht immer mit.

Francesca, Masterstudentin Empirische Kulturwissenschaft: In Rom, wo ich früher studiert habe, gab es vor unserer Fakultät so was ähnliches wie einen Tunnel und auch eine Steinfigur von einer Göttin. Am Tag der Klausur, sollte man in dem Tunnel nicht laufen und die Steinfigur nicht direkt in die Augen schauen. Damals hatte ich die Gewohnheit, ein bisschen Amaro (italienischer Kräuterlikör) vor jeder Klausur zu trinken. Aber das war damals, als ich Bachelor-Studentin war, heutzutage mache ich das nicht mehr!

Katharina, Erziehungswissenschaft: Ich muss immer alles aufschreiben, was ich lerne und deswegen schreibe ich pro Prüfung ungefähr 80 Karteikarten. Ob ich einen Glücksbringer habe? Ja, meinen Verstand.

Kevin, Informatik: Kaffee und Red Bull ist mein Ritual. Wenn ich am Tag davor Zeit habe, gehe ich ins Fitnessstudio und mache Sport.

Claire, International Business: Ich habe es nicht so gut mit Glücksbringern. Ich hatte einmal ein Glücksbleistift und dachte „Ich nutze ihn auf jeden Fall!“. Aber dann habe ich meine Prüfung verhauen und seitdem habe ich keine Glücksbringer mehr.

Laurin, Medienwissenschaftstudent und Mitglied des neckarSTUDENT-Teams: Am Tag vor der Prüfung schreibe ich nochmal Notizen zu allem auf. Und mit dem Kuli, den ich genutzt habe um die Notizen zu schreiben, muss ich auch die Prüfung schreiben, weil ich sonst denke ich beherrsche den Stoff nicht. Es ist aus meiner Sicht ziemlich abergläubischer Mist, aber jeder hat ja so seine Ticks.

Hast Du irgendwelche komische Rituale oder Ticks vor den Klausuren? Musst Du deinen Glücksbringer während den Prüfungen dabei haben? Erzähl uns davon in den Kommentaren!

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