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1000 Facebook-Likes: Die Geschichte von neckarSTUDENT

Sollte man das machen: Jetzt groß und laut herumpusaunen wie toll man doch ist? Dabei freut man sich doch so sehr und ist auch ein wenig stolz auf den Erfolg. Deswegen jetzt einen großen Artikel schreiben? Am besten mit ganz viel Selbstlob? Oder mit einer, nein zwei TV-Shows, so wie bei RTL? Oder so wie das ZDF?

Das soll das hier gar nicht werden, auch wenn wir uns natürlich ganz besonders darüber freuen, dass uns so viele von Euch das Vertrauen schenken. Danke dafür, dass ihr euch informieren wollt. Wir hoffen, das was wir schreiben, filmen oder posten hilft dabei weiter. Wir sehen das vor allem als Auftrag weiter kritisch und unabhängig zu informieren. Wie es dazu kam, dass es uns gibt, möchte ich euch auch erzählen.

Im Herbst 2012 habe ich mit neckarSTUDENT angefangen. Die Idee dazu kam mir in meinem Auslandsjahr an der Universität in Southampton, England.  Dort habe ich etwas vorgefunden, das es, so kam es mir zumindest vor, in Tübingen so nicht gibt. Gut funktionierende studentische Medien. Alles war dabei: Radio, Fernsehen, Zeitung und Online. Ich habe alles gemacht und es war toll. Ich konnte Artikel veröffentlichen, hatte eine eigene politisch-satirische Radioshow, und habe bei mehren live TV-Sendungen mitgewirkt, einmal als Regisseur. Das Gute daran war: Alles war geführt von Studenten oder Studentinnen, ein Mitspracherecht der Uni war nicht vorhanden.

Das habe ich vermisst, als ich wieder zurückgekommen bin. Ich weiß es gibt Kupferblau, CampusTV, das Uni-Radio. Doch es kam mir immer eingeschlafen und wenig kreativ vor. Nichts wurde gewagt und alle hatten das Medium Online irgendwie verschlafen. Bis heute hat z.B. das Uni-Radio keine Facebook-Page. Dieses Online-Vakuum wollte ich füllen und es scheint gelungen zu sein. Die Zugriffszahlen und eben die Facebook-Likes zeugen davon.

Unabhängigkeit ist wichtig

Wichtig war mir auch eine Unabhängigkeit von der Universität, aber eben auch von Institutionen wie dem AStA oder jetzt dem StuRa. Denn wer dort Geld nimmt, bindet sich finanziell. Es fällt einem dann schwerer, kritisch zu berichten, weil man Angst haben muss in Zukunft nicht mehr berücksichtigt zu werden. Wie sich Abhängikeit von der Uni auswirkt ist auch klar. Wenn ein Dozent die Geschicke führt, ist die Flexibilität eher eingeschränkt, neue Dinge können nicht ausprobiert werden. Es gehört aber eben auch zu einem studentischen Medium  dazu, kreativ Neues auszubrobieren. Und auch an Neuem zu scheitern, denn Neu ist nicht immer gleich Gut, aber wie soll man es herausfinden, ohne es auszuprobieren?

Das zu fördern ist die Idee von neckarSTUDENT: Den Spaß an Neuem, ohne Zwang oder Bedenken. Auch die Möglichkeit zu haben, ambitioniert zu denken und Dinge auf die Beine zu stellen die Andere sich vielleicht nicht trauen würden. Es wird da sicher nicht alles klappen. Aber das was klappt, wäre nicht passiert ohne das Risiko.

neckarSTUDENT vereint klassische Medien online. Wir haben Videobeiträge und Artikel, aber wir stehen auch Audiobeiträgen offen. Alles unter einem Dach und damit noch mehr Freiheit um gut zu berichten und euch zu unterhalten. Wie zum Beispiel bei Interviews mit allen Tübinger Bundestagsabgeordneten.

Was soll die Zukunft bringen?

Der nächste Schritt sind Einnahmen. Dafür werden wir jetzt versuchen Werbekunden zu gewinnen, die auf unserer Seite eine Banneranzeige schalten. Das erste Ziel soll dann, neben den Serverkosten, Geld für eine neue Kamera zu bekommen, denn bis jetzt ist das Equipment privat. Das nimmt manchen Redakteuren die Freiheit gute Bilder zu machen oder Videos zu drehen. Das muss sich ändern

1000 Facebook-Likes sind ein großer Schritt, doch es soll noch viel mehr folgen. Wir wollen mehr von euch erreichen und wir würden uns freuen, wenn auch ihr bei neckarSTUDENT mitmachen wollt. Wir treffen uns immer zweiwöchig Mittwochs zur Redaktionssitzung. Bei Interesse schreib eine E-Mail an info@neckarstudent.de

Ich hoffe ihr bleibt uns treu und lest, liked, teilt und diskutiert unsere Beiträge weiterhin. Und sollte es etwas geben, das ihr nicht so cool findet, sagt es uns auch. Jedes Feedback ist wilkommen.

Auf weitere Tausend

Euer

Constantin Pläcking
Chefredakteur von neckarSTUDENT

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