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Ergebnisse der Uni-Wahl Dezember 2013

Diese Seite wird laufend aktualisiert sobald wir neue Ergebnisse reinbekommen (Aktualität: 13:00)

Die Wahl war ein Novum: Zum ersten Mal wurde der Studierendenrat gewählt. Ein Gremium das viel mehr Rechte haben wird als sie der AStA jemals hatte. Zum Beispiel dürfen eigene Gebühren erhoben werden. Es kommen aber auch Pflichten dazu, weswegen das Geld auch benötigt wird.

Das Ergebis der Wahl zum Stura:

LHG 13,3%
JuSo-HSG 13,8%
FSVV 28,1 %
GHG 19,1 %
AfdU 3,7%
RCDS 12,1%
[‘solid].SDS 9,9%

(Fett: Mit Sitz im StuRa)

Sitzverteilung des Studierendenrats Tübingen ab Dezember 2013

Sitzverteilung des Studierendenrats Tübingen ab Dezember 2013

Daraus ergibt sich folgende Sitzverteilung. Man bedenke, dass 17 Vertreter gewählt werden und 4 Vertreter die studentischen Senatoren sind und hier nach ihren Gruppierungen dazu gezählt werden müssen:

LHG: 2+0=2 Sitze
JuSo-HSG: 2+0=2 Sitze
FSVV: 6+2=8 Sitze
GHG: 3+1=4 Sitze
RCDS: 2+1=3 Sitze
[‘solid].SDS: 2+0=2 Sitze

Damit hat die bisherige Koalition “Für eine gemeinsame Studierendenvertretung” (Räte) bestehend aus Fachschaften Vollversammlung (FSVV) und Grüner Hochschulgruppe (GHG) mit 12 von 21 Sitzen eine komfortable Mehrheit von 3 Stimmen. Sollte [‘solid].SDS sich wie angekündigt auch an dieser Koalition beteiligen würde es eine noch größeren Vorsprung geben.

Wahlbeteiligung sehr niedrig

Das Ergebnis der StuRa Wahl mit den Nichtwählern.

Das Ergebnis der StuRa Wahl mit den Nichtwählern.

Was schon bei der Abstimmung über die Satzung zwischen StuRa und StuPa im Juli 2013 ein Problem war hat sich bei dieser Wahl noch weiter verschärft. Nach Miserablen 11,8% Wahlbeteiligung bei den Satzungsentwürfen sinkt diese nun unter 10 % und landet bei 9,5% laut dem vorläufigen Ergebnis. Dieses Ergebnis zeigt, dass nun über 90% der Studierenden die Wahl meiden. Dies kann verschiedene Gründe haben. Entweder ist es vielen egal und sie sehen eine Universität mehr als Dienstleistungsbetrieb an, der einem schnell Bildung und Abschluss verschafft. Oder, und das ist ein wichtiger Punkt, die Studierenden haben einfach keine Ahnung worum es bei dieser Wahl geht oder noch schlimmer, keine Ahnung, dass die Wahl stattfindet. Das liegt an der hundsmiserablen Öffentlichkeitsarbeit fast aller Gruppen die für den StuRa kandidiert haben.

Hier kann man die Ergebnisse noch ausführlicher lesen:
http://www.uni-tuebingen.de/einrichtungen/verwaltung-dezernate/i-forschung-strategie-und-recht/abteilung-2-universitaetsentwicklung-und-gremien/verfasste-studierendenschaft/wahlen-verfasste-studierendenschaft-2013.html

Was jede Liste hätte besser machen müssen.

Ich möchte vor allem Konstruktive Kritik äußern, deswegen hier Kritik und Vorschläge um den nächsten Wahlkampf besser zu machen.

LHG: Die Liberalen hatten von allen Listen noch den besten Auftritt von allen. Der Facebook-Auftritt war aktuell. Auch auf der Webseite waren die Forderungen nachzulesen, die Kandidaten wurden vorgestellt. Problematisch war hier die Präsenz auf dem Campus. Den Meisten Studis wird das nicht aufgefallen sein.

FSVV/GHG: Diese Beiden nehme ich zusammen, weil so gut wie alles gemeinsam gemacht wird. Der Punkt an dieser Stelle ist, dass Facebook nur sporadisch informiert hat und die Webseite keinen Hinweis hatte, dass sich diese Gruppen im Wahlkampf befinden. Es kommt einem so vor als ob das mit den neuen Medien noch nicht ganz bei dieser Gruppe angekommen ist. Das sogenannte Rätetä, ein Printerzeugnis das über die Arbeit informiert, wurde erst einen Tag vor den Wahlen fertig und konnte so nur noch wenige erreichen. Das Problem ist hier sicher auch, dass die Hauptarbeit von wenigen gemacht wird. Deswegen muss die Priorität darauf liegen den Nachwuchs zu fördern um mehr Fachschaftler zu finden die berreit sind zu engangieren.

RCDS: Auf der Webseite steht nichts zur Wahl. Auf der Facebookseite wurden einmal Bilder hochgeladen, welche Forderungen beinhalten. Das ist viel zu wenig. Auch auf dem Campus war die Präsenz zu klein. Immerhin ist der RCDS der Ableger einer Volkspartei und sollte auch mit diesem Selbstverständnis voran gehen. Auch den Fragebogen von uns haben die Christdemokraten erst nach Veröffentlichung eingereicht.

Alternative für die Uni: Wolltet ihr eigentlich gewählt werden? Keine Webseite (leicht bei wordpress.com zu erstellen und kostenlos). Facebook: Ab wann gab es die Seite eigentlich? 7 Likes sind die Antwort. Eigentlich sind 3,7% da noch echt ganz gut.

JuSo-HSG: Für die Webseite hat bestimmt irgendjemand das Passwort verloren, sonst müsste diese viel aktueller sein. Auch bei Facebook gab es nur wenig. Genau so auf dem Campus. Auch ihr seid der Ableger einer Volkspartei und solltet auch so auftreten.

linke Liste/[‘solid].SDS: Es wurde eigentlich schon alles gesagt. Webseite, Facebook. Alles nicht so super. Was ihr hattet war die radikalste Forderung mit 30€ Beitrag und das bedeutet, ihr wart schon mal Gesprächsstoff. Das kann sich ja auch positiv auswirken. Nach Einwand der Gruppe: Macht einfach so weiter. Ihr seid spitze.

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0 Response

  1. Sorry, aber die Auswertung des Wahlkampfes der Gruppen ist entweder schlecht recherchiert oder einseitig. Über die LHG heißt es “Der Facebook-Auftritt war aktuell. Auch auf der Webseite waren die Forderungen nachzulesen, die Kandidaten wurden vorgestellt.”

    Über linke Liste/[‘solid].SDS: “Es wurde eigentlich schon alles gesagt. Webseite, Facebook. Alles nicht so super. ”

    Wer sich die facebook-Seite von [‘solid].SDS https://www.facebook.com/solid.sds.tuebingen und die Homepage http://tuebingen.solid-sds.de anschaut wird dort nicht nur die Wahlflyer und die ausführliche Wahlbroschüre als Text (barrierefrei auch für Blinde), als Bilder und PDF sondern auch umfangreiche Hintergrundinfos zur Verfassten Studierendenschaft (zu ihrer Abschaffung 1977 und zur Wiedereinführung).

    Und schließlich ist “Was ihr hattet war die radikalste Forderung mit 30€ Beitrag und das bedeutet, ihr wart schon mal Gesprächsstoff. Das kann sich ja auch positiv auswirken.” schlicht ein Falschdarstellung. Die Forderung der linken Liste / [‘solid].SDS lautet vielmehr: “Für einen solidarischen Semesterbeitrag
    hoch genug, damit der StuRa sinnvolle politische Arbeit machen kann, aber nicht höher als 30 Euro” also ein Semsterbeitrag der “hoch genug” ist, aber MAXIMAL 30 Euro beträgt.

  2. Gibt es Zahlen, wie die Wahlbeteiligung nach Fakultäten war? Im Brechtbau gab es nämlich durchaus unabhängige Wahlaufrufe und ich glaube auch ein Plakat der FSVV/GHG gesehen zu haben…

  3. SPB

    Nette Infos auf Facebook oder Website oder eben nicht ist ja schön und gut, aber es löst das grundlegende Problem nicht, weil die Leute von der Wahl nichts mitkriegen oder keinen Grund sehen, wählen zu gehen.

    Da müsste man ran. Aber das wird nicht klappen, solange Fachschaften/Grüne kein ehrliches Interesse an einer politischen Auseinandersetzung haben, weil ihr die momentane Lage gemütliche Mehrheiten sichert.

  4. Pingback : Trend: 2017 geht niemand mehr zur Uni-Wahl | neckarSTUDENT

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