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Outdoor-Action auf der Morgenstelle

Waghalsige Ski- und Mountainbike-Stunts, Steilwandskifahren, “Base-Jumping” von fahrenden Bussen, und unglaubliche Sprünge in Schluchten, „Canyoning“ genannt.

Das alles im Hörsaalzentrum auf der Morgenstelle?! Da stimmt doch was nicht. Doch, stimmt alles, denn dort wo sonst die naturwissenschaftlichen Vorlesungen der Uni Tübingen stattfinden, war am vergangenen Wochenende Abwechslung geboten: Die European Outdoor Film Tour 13/14 (EOFT) machte Halt in Tübingen. In einem Rahmenprogramm mit Moderation, Gewinnspiel und Überraschungsgästen wurden die besten Outdoor-Filme des Jahres vorgestellt. Insgesamt gab es fünf Vorstellungen: Zwei Vorstellungen freitags und drei Vorstellungen samstags, von denen bis auf eine Samstag-Vorstellung alle ausverkauft waren. Den Besuchern wurden wirklich atemberaubende Filme vorgestellt.

Darunter zwei sympathische junge Norweger, Inge Wegge und Jörn Nyseth, die neun Monate in einer selbstgebauten Hütte in einer Bucht hoch im Norden Norwegens wohnten. Genauer genommen sogar nördlich des Polarkreises.  Bei eisigen Temperaturen machten die beiden fast nichts anderes als Surfen, Holzhacken und Müllsammeln – und zwar sammelten sie insgesamt drei Tonnen. „Jeder hält gerne seinen Garten sauber und mäht den Rasen. Wir aber räumen drei Tonnen Müll von unserem Vorplatz“, sagte Inge im Film „North of the Sun“.

Kyle Dempster, eigentlich Bergsteiger, fuhr im Film „The Road from Karakol“ sieben Wochen mit dem Fahrrad durch Kirgisistan. Während seiner Reise bestieg er Berge, überquerte reißende Ströme zu Fuß, da es keine Brücken gab, und musste mit Grenzsoldaten Vodka trinken. Der Amerikaner nahm es mit Humor und machte mit „einer Tonne voll Bock“ einen unterhaltsamen Film.

Dann gab es noch die beiden Briten Tom Randall und Pete Whittaker, die im Film „Wide Boyz“ die amerikanischen „Offwidth“-Kletterer zum Staunen brachten. „Offwidth“-Klettern, auf Deutsch Rissklettern, ist eine knallharte Sportart, bei dem man mit Hilfe des Verklemmens von Händen und Füßen an faustbreiten Rissen hochklettert. Um die amerikanischen „Off-Widths“ und insbesondere die schwerste „Offwidth“-Route, den „Century Crack“, zu überstehen, folterten sich die beiden zwei Jahre lang mit dessen Nachbau – im eigenen Keller.

Fünf weitere Filme wurden neben den gerade erwähnten Filmen noch gezeigt, die draußen im Shop neben vielen weiteren Fan-Artikeln auf einer “Best-Of”-DVD zu kaufen waren. Am Ende waren als Überraschunggäste noch Produzent Espen Kristiansen und Athlet Anders Backe da und stellten ihren Film „Supervention“ vor, ein Film vollgepackt mit Ski-Stunts. Rundum war das EOFT 13/14 eine klasse Veranstaltung, die man sich nächstes Jahr auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Mehr Informationen gibt es auf der Website des EOFT: http://www.eoft.eu/de/.

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