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Zwei neue Listen wollen bei den StuRa Wahlen antreten

Am 3.12 und 4.12. kommt es zur Premiere in Tübingen. Die Zusammensetzung des Studierendenrat (StuRa) wird Anfang Dezember zum ersten Mal von allen Studierenden bestimmt. Dieses Mal treten zwei Neue Listen zur Wahl an.

Das AStA Büro. Foto: Constantin Pläcking

Das AStA Büro. Foto: Constantin Pläcking

Neben den Fachschaften (FSVV), der Grünen Hochschulgruppe (GHG), der JuSo-HSG, dem Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) und der Liberalen Hochschulgruppe (LHG) treten zum ersten Mal auch die Liste “Alternative für die Uni”** und die linke Liste / [‘solid].SDS zu den Wahlen an.

Mitglieder dieser hatten sich zuvor beim Rätemodell der Fachschaften und der GHG beteilig und waren nicht mit einer eigenen Liste angetreten. Der Grund dafür war die Abschaffung der Verfassten Studierendenschaft. Das wird mit der Einführung des StuRa nun obsolet.*

Der StuRa nimmt den Platz des AStA ein und hat deutlich mehr Befugnisse als dieser. In den Siebzigern war die Verfasste Studierendenschaft von der Regierung Filbinger (CDU) in seinen Rechten beschnitten worden. Dagegen wollten die Vorgänger von [‘solid].SDS protestieren indem man nicht mehr antrat. Der jetzige Austritt von [‘solid].SDS aus der Liste der Fachschaften soll nach eigenen Angaben allerdings keine Abgrenzung zum Rätemodell sein.

Diese Listen treten an:

1) Liberale Hochschulgruppe
2) Juso-Hochschulgruppe
3) Fachschaftenvollversammlung
4) Grüne Hochschulgruppe
5) Alternative für die Uni
6) RCDS – Die Christdemokraten
7) linke Liste / [‘solid].SDS

*Update 6.11.13/16:20: Auf Hinweis von Fabian von [‘solid].SDS habe ich einige Informationen verändert. [‘solid].SDS wurde laut Fabian erst 2004 gegründet und konnte deswegen 1977 noch gar nicht aus Protest nicht mehr antreten. Der ganze Kommentar von Fabian befindet sich weiter unten. Ich bitte diese Fehlinformation zu entschuldigen.

**Update 13.11.13/19:15: Die Liste “Alternative für die Uni” ist nicht wie vorher berichtet die Liste der AfD-Hochschulgruppe.

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0 Response

  1. Wer da nach 1977 nicht mehr angetreten ist waren vielleicht die anderen linken Listen, als deren “Nachfolger” man uns evtl. sehen könnte. Den heutigen SDS gibt es doch erst seit ca. 2004 in Tübingen, damals noch unter dem Namen [‘solid]-Hochschulgruppe.

    Zu Beginn (direkt nach der Abschaffung der verfassten Studierendenschaft) waren sogar die Jusos an der Fachschaftsräte-Vollversammlung (FSRVV) beteiligt. Damals kandidierten NUR die Konservativen vom RCDS gegen die Fachschaftsräte-Vollversammlung, andere Listen gab es nicht.
    Allerdings sind die anderen Gruppen vorher aus diesem Bündnis ausgetreten, erst die Jusos, dann die Grünen.

    siehe auch:
    http://www.kupferblau.de/2010/08/21/der-kastrierte-asta/

    sowie
    http://bmag.wueste-welle.de/2010/03/rainer-doerr/
    (Teil 2 des Interviews)

    Dass GHG und FS(R)VV heute so gut zusammenarbeiten ist wiederum eine vergleichsweise neue Entwicklung, zwischendrin hatten GHG und Jusos auch schon gemeinsam gegen die FSVV opponiert.

    Wir als (heutiger) SDS hatten die Räte immer unterstützt, waren aber nie als Gruppe dort vertreten, so wie das heute bei der GHG der Fall ist. Aktive von uns, die auch in Fachschaften engagiert waren, haben zwar in der Vergangenheit bei der FSVV mitgearbeitet, aber über das Mandat ihrer jeweiligen Fachschaft, nicht über ihre Mitgliedschaft beim SDS.
    Der SDS hat mit der FSVV gemeinsam in Arbeitskreisen zusammengearbeitet: Beim Studiengebühren-Boykott, beim Bildungsstreik, beim Alternativen Dies (AlDi) und bei der Mayday-Parade, um nur einige Beispiele zu nennen. Wir sind aber nie als Gruppe in der FSVV aufgegangen, sondern waren immer ein “Partner”.

    Diese gute Zusammenarbeit wollen wir fortsetzen! Aber das hast Du ja auch geschrieben, wenn auch mit einem kleinen Typo. (“Angrenzung” statt Abgrenzung)

    PS: Woher hast Du eigentlich Deine Infos?

    1. cplaecking

      Danke für die richtigstellung. Ich hatte dazu nichts gefunden und es aus dem Protokoll erschlossen. Ich werde das bei nächster Gelegenheit transparent verbessern.

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