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Nach Veggi-Day Debatte: Tübinger Studenten fordern No-Shit-Day

Bundesweit kocht zur Zeit die Sommerlochdebatte um die Forderung nach dem Veggi-Day der Grünen hoch. Doch analog dazu hat sich in Tübingen eine ähnliche Forderung entwickelt:

Ausgewogenes Mensa-Essen. Foto: Constantin Pläcking

Nach einer Umfrage des Neckarstudent Instituts für Mensaforschung (NIfM) im Auftrag der Bürgerinitiative “Better-Food-Now!” wünschen sich 95% der Tübinger Studierenden einen No-Shit-Day in der Mensa. Tagtäglich müssen Studierende sich mit Essen zufrieden geben, das auf der 10 Punkte zählenden ‘Wie-bei-Oma-Skala’ (WBO) auf den niedrigen Rängen 1 oder 2 platziert ist. Auch führende Essensexperten bestätigen die schlechte Qualität des schon seit Tagen im Dressing liegenden Salats und der aus der selben Tüte stammenden Bärlauch-/Kräuter-/Spinat-/Spargelsuppe, deren fader Geschmack sich nur halbwegs mit dem bereitgestellten Glutamat überdecken lässt:

“Dieses Essen ist furchtbar. Dabei gibt es in der Umgebung viele so extrem kostengünstige Alternativen.” – Geschäftsführer der Gaststätte ‘Unckel’

“Wenn die wenigstens ein bischen Butter dranmachen würden, sähe alles viel besser aus.” – Horst Lichter, Fernsehkoch

Die Forderung ist jetzt die Einführung eines No-Shit-Days. Einmal in der Woche soll es in der Mensa Wilhelmstraße Stamm- und Alternativessen auf einem echten Teller geben. Außerdem sollen die Mitarbeiter angehalten werden die Nudeln so zu kochen, dass sie nicht komplett durchgekocht sind. Für diesen “Festtag der Qualität” soll Fernseh- und Sternekoch Johann Lafer ein ausgewogenes Gericht erstellen, während er es live auf SWR3 auch für interessierte Zuhörer erklärt. An der Ausgabe soll Besteck verwendet werden und nicht die Hände mit Gummihandschuhen. Außerdem soll auf die Anrichtung der Speisen geachtet werden. Am No-Shit-Day muss vor allem die Qualität stimmen. Deswegen soll die Mensa, so die Forderung, mit heimischen Bauernhöfen kooperieren um die bestmöglichen Produkte zu bekommen. Am No-Shit-Day bekommen alle Tische eine Tischdecke und jeweils zwei Kerzen um die Mittagspause geschmackvoller zu gestalten. “Es ist essentiell für uns Studenten,” erklärt Dietmar Dechsel der Gründer von ‘Better-Food-Now!’, “Nur durch besseres Essen kann auch die Konzentration der Studis in den Seminaren und Vorlesungen nach dem Mittagessen gestärkt werden.”

Achtung Satire. Danke für die Idee an László Simon.

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0 Response

  1. Pingback : Interview: Chris Kühn, Bündnis 90/ Die Grünen | neckarSTUDENT

    1. cplaecking

      Es ist Satire weil die Statistik komplett erfunden ist. Die Forderung nach besserem Essen in der Mensa ist durchaus ernst gemeint, allerdings habe ich auch hier übertrieben.

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