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Die Entwürfe zur Urabstimmung am 9. und 10. Juli erklärt

In etwa einem Monat ist es soweit. Nachdem von der Grün-Roten Landesregierung die, seit den 70er Jahren abgeschaffte, Verfasste Studierendenschaft wieder eingeführt wurde, könnt ihr nun darüber abstimmen, welches Modell in Tübingen eingeführt werden soll. Zur Wahl stehen zwei Modelle:

1. Der Studierendenrat der Fachschaften Vollversammlung (FSVV) und der Grünen Hochschulgruppe setzt auf bestehende Strukturen, macht diese offiziell und propagiert viel Mitbestimmung in Vollversammlungen, die offiziell nur beratenden Charakter haben. Die Macht bleibt beim StuRa.

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2. Das Studierendenpalament der JuSos, LHG, Piraten-HG und des RCDS setzt auf eine representative Demokratie. Dabei hat das Parlament, das nach Listenwahl gewählt wird, hat als einziges die Entscheidungsgewalt. Auf Fakultätsebene kann mitentschieden werden, allerdings auch nur durch Vertreter per Listenwahl. Mitmachen kann man nur auf unterster Ebene.

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Beide Systeme unterscheiden sich nicht signifikant, was vor allem an den Vorgaben aus dem Ladeshochschulgesetz liegt. So können in beiden Systemen alle Studierende Anträge beim StuRa/Pa einreichen. Der wichtigste Unterschied ist beim passiven Wahlrecht. Im StuRa können Personen mehrere Mandate haben. Das ist nicht möglich im StuPa. Außerdem gibt es im StuPa-System eine größere Exekutive mit verschiedenen Resorts. Im StuRa sind das nur halb so viele Personen. Die bestehende Fachschaftsstruktur kann in beiden Systemen bestehen bleiben, da sie im Prinzip eine “innerparteiliche” Struktur der FSVV ist. Nur im StuRa wird diese aber auf eine rechtliche Grundlage gestellt. Das StuPa baut eine ähnliche, neue Struktur auf. Beim StuPa Modell ist zu bemerken, dass es eine Beitragsobergrenze, also das was Du später zahlen musst, von 1% des BAFöG-Satzes gibt, beim StuRa Modell ist das nach oben offen.

Wer sich noch genauer dafür interessiert:

StuRa: Orgasatzung und Facebook

StuPa: Orgasatzung und Facebook

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0 Response

  1. Hallo Constantin,

    vielen Dank für deine Mühe, die Vorstellungen finde ich echt sehr gelungen und spannend! 1 – 2 wichtige sehr sehr wichtige Aspekte vermisse ich bei unserem StuPa Modell aber schon:

    1. Beitragsobergrenze, 2/3 Mehrheit für Haushaltspläne, Keine Gründung von Unternehmen und kein Geld für Diffamierungen.
    2. Alle Organe tagen öffentlich und im StuPa hat jeder Studierende Antrags- und Rederecht => Nicht NUR die unterste Ebene bestimmt, sondern jeder kann sich überall einbringen.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn du die Aspekte noch aufnehmen könntest, da diese uns auch sehr von dem Entwurf der FSVV/GHG unterscheiden. 😉

    Herzliche Grüße

    Martin Brüssow (Vorsitzender LHG)

  2. Hallo Constantin,

    danke für deinen Beitrag! Eine kleine Korrektur hätte ich: Die Fakultätsvertretung ist nicht beratend tätig, sie ist das beschließende Organ auf Fakultätsebene. Ein wichtiger Unterschied zum StuPa-Modell ist, dass bei uns die Exekutive an die Beschlüsse des Studierendenrats gebunden ist – also nicht alleine “regieren” kann, sondern Anweisungen ausführt.

    Viele Grüße
    Caro (fsvv)

    1. cplaecking

      Was darf denn auf Fakultätsebene konkret beschlossen werden? Gibt es ein festes Budget oder wird das vom StuRa festgelegt? Ist irgendwer an die Entscheidungen gebunden?

  3. Achso, auch in unserem Entwurf tagen alle Organe öffentlich, alle Studierenden haben Rede- und Antragsrecht. Auch alle Unterlagen sind für alle Studierenden einsehbar (Personalakten und sowas ausgenommen). In Urabstimmungen können auch Beschlüsse gefasst werden – wenn 10% der Studierenden sich beteiligen, ist der Beschluss bindend. Das ist zum Beispiel dann interessant, wenn über weitergehende Änderungen beim Semesterticket nachgedacht wird, die Entscheidungsgewalt liegt dann nicht bei den gewählten Vertreter_innen.
    – Caro

  4. Pingback : StuRa oder StuPa? – Es wird spannend. | neckarSTUDENT

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