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Eklat beim Stocherkahnrennen 2013

Eigentlich war es ein guter Tag in Tübingen beim Stocherkahnrennen. Trotz angesagter 95 % Regenwahrscheinlichkeit hielt das Wetter und es blieb trocken. Trotzdem wurde die Stimmung am Ende getrübt. Wegen offensichtlichem gewollten Verlierens und deswegen unsportlichen Verhaltens wurde die AV Cheruskia disqualifiziert. Diese war zuvor am Nadelöhr bereits damit aufgefallen laut „So sehn Sieger aus“ zu schreien nachdem sie über 15 Minuten nach dem Vorletzten Kahn die Engstelle erreicht hatten. Das Ziel erreichte die katholische Verbindung sogar erst 25 Minuten nach dem auf vorletzter Stelle platzierten Team. Außerdem hatten sie bereits im Vorfeld angekündigt das Rennen verlieren zu wollen, um es im Jahre 2014 ausrichten zu dürfen.

Die Regel besagt, dass disqualifizierte Mannschaften jeweils einen drittel Liter Lebertran trinken müssen, die letzten einen halben Liter. Es wurde nun verkündet, dass wegen Disqualifizierung die Teams der Verbindungen Normannia, AT Palatia und AV Cheruskia antreten müssen. Zuerst kletterte Normannia auf das Podest und trank ihre 0,33 l des Fischöls. Nachdem AT Palatia nicht zur Bestrafung erschienen war, kam AV Cheruskia an die Reihe. Dabei wurde ihnen klargemacht, dass sie zwar zu trinken hatten, jedoch nicht die Ehre bekommen sollten das Rennen auszurichten.

Diese Strafe wollte man nicht akzeptieren. Den Ausrichtern wurde Parteilichkeit vorgeworfen. „Ihr wollt doch nur, dass Buxen das austragen“ so ein Vertreter der Cheruskia. Anschließend wurde der Lebertran demonstrativ in den Neckar geschüttet was den Unmut der wartenden Menge hervorrief.

Sieger des Kostümpreises beim Stocherkahnrennen 2013 - Foto: Constantin Pläcking

Sieger des Kostümpreises beim Stocherkahnrennen 2013 – Foto: Constantin Pläcking

Das Rennen 2014 wird nun bis auf weiteres von der als Vorletzter platzieren Burschenschaft Arminia ausgetragen, die nicht zum Lebertran trinken antreten konnten, da sie ärztlich behandelt werden mussten. Nachdem ihr Kahn gesunken war, wurde dieser noch mit vereinten Kräften im Wasser über die Ziellinie getragen. Vermutungen zufolge sind darauf Unterkühlungen entstanden die behandelt werden mussten.

Sieger des Stocherkahnrennens wurde wenig überraschend erneut die Fachschaft Sport vor dem Team Oktopus des Stocherkahnvereins. Der Kostümpreis ging an die Fachschaft Geowissenschaften, die sich als LEGO-Männchen verkleidet hatten.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=yfgzXBTu-gg]

Beitrag zum Stocherkahnrennen

Update (31.5.13 – 12:30):

Videomaterial zum Rennen der AV Cheruskia und dem erzeugten Eklat

Beitrag in der Landesschau BW aktuell: Anschauen

Das ganze Geschehen im Nadelöhr: Video des Tagblatts

Update 2 (10.6.13 -17:30):

Ich habe der AV Cheruskia die Möglichkeit gegeben sich zum Vorfall zu äußern, da es immer die Möglichkeit geben sollte zu Vorwürfen Stellung zu nehmen. Hier ist ihre Sichtweise:

Es ist durchaus richtig, wie in Ihrem bereits veröffentlichtem Artikel (dieser Artikel A.d.Red.) beschrieben, dass unsere diesjährige Mannschaft sich zum Ziel gesetzt hatte die Ziellinie als Letzter zu passieren. Nachdem wir aufgrund einiger Probleme nicht in der Lage gewesen sind unseren Kahn frühzeitig wieder auf den Neckar zu bringen, war uns klar, dass ein sonderlich guter Platz nicht mehr möglich war. In diesem Sinne sollte aber zumindest das Stocherkahnrennen 2014 “orange” geprägt sein. Es wäre uns eine Ehre gewesen dieses auszurichten. Über den Verlauf des eigentlichen Rennens kann man sich streiten; unser Team hat durchaus offensichtlich verloren. Das eigentliche Missverständnis entstand für das Team dann bei der Siegerehrung: Obwohl man uns bereits als Verlierer des Rennens mehr oder minder bestätigt hatte, wurden wir aufgrund einer “Verletzung des olympischen Sportsgeistes” disqualifiziert, welcher aber letztendlich nur besagt: “Dabei sein ist alles”. Weiterhin wurden wir nicht zusammen mit der AT Palatia und der Verbindung Normannia als Disqualifizierte bestraft. Nein, das Team sollte stattdessen mit dem typischen halben Liter Lebertran der Verlierer belohnt werden, obwohl wir nach unserer Disqualifikation eigentlich nicht mehr die Letzten des Rennens waren. In Anbetracht dieser Tatsache hat sich das Team dazu entschieden den Lebertran nicht zu trinken; man war nicht Letzter geworden und die Disqualifikation machte der Mannschaft einen zu willkürlichen Eindruck, gegen den man protestieren wollte.
Um den Lebertran an sich ging es dabei weniger; da das Team verlieren wollte, hatten sie sich durchaus auf den halben Liter Fischöl eingstellt.

Nur ist es leider nie so weit gekommen. Wir hoffen, dass sich das Team der Straßburger Burschenschaft Arminia wieder erholt hat, und möchten uns bei allen Zuschauern entschuldigen, die sich von unserem Protest angegriffen gefühlt haben. Dieser galt nämlich vollkommen und allein den Veranstaltern.
Zu guter Letzt gilt unser Dank der Redaktion von neckarSTUDENT, die uns auf diesem Weg ermöglicht hat, unsere Sicht der Dinge darzustellen.

Mit freundlichen Grüßen,

Patrick Bürgel, Senior
Marvin Gedigk, Consenior

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